Die deutschen Hockey-Herren haben in ihrem letzten Spiel beim Vier-Nationen-Turnier in Amstelveen ihre noch theoretische Chance auf den Turniersieg verspielt und sind noch auf den dritten Rang abgerutscht.

Der Olympiasieger kassierte zum Abschluss mit einem 2: 3 (1:1) gegen England die zweite Niederlage, durch die das britsche Team (5 Punkte) kurzfristig die Gesamtführung übernahm.

Den Turniersieg holte sich im Anschluss aber doch Gastgeber Niederlande (7) durch einen 4:0 (3:0)-Erfolg gegen Pakistan (1).

Die deutsche Mannschaft (3) hatte nur am Freitag gegen Pakistan gewonnen (2:1).

Weise war nach der Partie enttäuscht. "Wir haben nicht genug Feuerkraft im Sturm. Die anderen sind besser und haben verdient gewonnen", meinte der Bundestrainer:

"Wir spielen uns einen Wolf, haben gefühlte 80 Prozent Ballbesitz und kriegen zwei Tore hin, aber die machen es besser und schießen drei. Unser Abwehrverhalten war eine Einladung für alle giftigen Mannschaften, Tore gegen uns zu machen."

Vor 2000 Zuschauern war der Olympiasieger und WM-Zweite durch Thilo Stralkowski (23.) und Oliver Korn (38.) zweimal in Führung gegangen.

Die Briten glichen aber jeweils aus (32. und 50.) und kamen zwei Minuten vor dem Ende noch zum Siegtreffer.

Amstelveen war für die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) eine wichtige Standortbestimmung auf dem Weg zur Heim-EM in Mönchengladbach (20. bis 28. August).

An der Stätte ihres WM-Triumphes von 2006 treffen Weises Spieler in der Vorrunde auf Spanien, Belgien und Russland.

Ebenfalls in Mönchengladbach findet vom 21. bis 24. Juli noch ein Vier-Nationen-Turnier, bei dem Weltmeister Australien, die Niederlande und Spanien zu Gast sind.

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