Hockey-Olympiasieger Deutschland startet bei der 34. Champions Trophy in die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft 2014 in Den Haag.

Bei dem prestigeträchtigen Turnier der acht besten Hockeyteams im australischen Melbourne (1. bis 9. Dezember) setzt Bundestrainer Markus Weise auf den Nachwuchs.

Gleich vier Debütanten und sechs Spieler, die bislang weniger als zehn Länderspiele absolviert haben, hat der Erfolgscoach mitgenommen. In Moritz Fürste, Oliver Korn und Oskar Deecke stehen zudem nur drei seiner "Goldjungs" von London im Kader.

"Das ist eine spezielle Situation, die wir so noch nicht gehabt haben", sagte Fürste, mit 198 Länderspielen erfahrenster Akteur im Aufgebot: "Wir haben eine junge, talentierte Truppe, sind uns aber auch dessen bewusst, dass es mal auf die Mütze geben kann."

Ziel von Bundestrainer Weise ist es, langfristig den Kader zu verjüngen und eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen, die bei der WM 2014 und bei den Olympischen Spielen 2016 in Brasilien erneut um den Titel mitspielen kann.

Denn nach dem Gewinn des Endspiels in London hatten gleich mehrere Leistungsträger ihre Karriere in der Nationalmannschaft beendet.

Weise sieht daher den Wettbewerb in "Down Under" auch als "ideale Gelegenheit für die jüngeren Spieler, gegen Weltklasse-Teams unter Beweis zu stellen, dass sie das Zeug haben, im A-Kader zu bestehen."

Zum Auftakt der Gruppe A bekommt es Deutschland in der Nacht zum Samstag (2.30 Uhr) mit Neuseeland zu tun. Danach wartet England (Sonntag, 4.30 Uhr), bevor es zum Abschluss der Gruppenphase zum Duell mit Indien kommt (Dienstag, 7.30 Uhr).

Das erste Trainingsspiel am Mittwoch gegen den Gastgeber ging 1:3 verloren, trotzdem war der Betreuerstab um Weise recht zufrieden mit dem Auftreten des jungen Teams.

Am Donnerstag bat der Bundestrainer seine Schützlinge bei hochsommerlichen Temperaturen noch einmal zum Training. "38 Grad... Das ist ungefähr 12 (!) Mal mehr als in Hamburg. Ich liebe Winter!!! ", twitterte Kapitän Fürste.

Das Team ist seit der Anreise am Dienstagabend noch dabei, sich auf die ungewohnten Witterungsbedingungen einzustellen.

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