Über die Premiere der Ultimate Fighting Championship lässt sich kontrovers diskutieren. Eine Verteufelung ist aber unangemessen.

Die Premiere der Ultimate Fighting Championship (UFC) in Deutschland löste im Vorfeld unterschiedlichtste Reaktionen aus. Auch Sport1-User diskutierten äußerst kontrovers.

Kabarettist und Box-Experte Werner Schneyder und einige Politiker hatten sogar ein Verbot der nach Eigenwerbung "härtesten Kampfsportveranstaltung der Welt" gefordert.

Trotz uneingeschränkter Genehmigung seitens der Landesregierung Nordrhein-Westfalen verständigten sich Veranstalter, Hallen-Betreiber und das Jugendamt Köln auf eine Altersvorgabe für Besucher von 18 Jahren.

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Eine nachvollziehbare Entscheidung, denn Blut floss reichlich, die ein oder andere Nase ging zu Bruch. Da erfordert es schon den mündigen Bürger, der aus freien Stücken entscheiden kann, ob er die Mixed-Martial-Art-Kämpfe (MMA) besucht.

Genau wie die Kämpfer sich aus freien Stücken entschieden haben, diesen Sport auszuüben.

Die UFC ist gut beraten, den Weg, der sie aus der Verbotszone in den USA herausgeführt hat, konsequent weiterzugehen. Die eingeführten Änderungen der Regeln sind unerlässlich.

Anders als beim Boxen, wo hoffnungsvolle Kämpfer häufig gegen "Fallobst" antreten (müssen), um mit einer makellosen Bilanz irgendwann einen Titelkampf zu bekommen, ist die Zahl der UFC-Fighter begrenzt und nach strengen Leistungskriterien ausgesucht.

In jedem der zwölf Kämpfe in Köln trafen annähernd gleich starke Kämpfer aufeinander.

Die Erinnerung an Gladiatorenkämpfe ist durchaus naheliegend. Aber anders als im "alten Rom" sind die Kämpfer keine Sklaven, sondern steigen aus freien Stücken in das Achteck.

Keine Frage: Es ist legitim, ein Verbot aller Kampfsportarten zu fordern, aber auf der einen Seite traditionelle Kampfsportarten wie Boxen gutzuheißen oder gar zu kommentieren und andererseits UFC-Kämpfe verbieten zu wollen, wie Box-Experte Schneyder es tut, ist nicht nachvollziehbar.

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