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Obenauf: Heide Wollert (r.) bejubelt Bronze bei der WM in Rotterdam © imago

Sekunden vor Schluss landet Heide Wollert im kleinen Finale der Judo-WM den entscheidenden Haltegriff gegen eine Französin.

Rotterdam - Halbschwergewichtlerin Heide Wollert hat die Bronzeserie der deutschen Judoka bei der Weltmeisterschaft in Rotterdam auf vier ausgebaut.

"Eine WM-Medaille war mein Traum. Der ist heute in Erfüllung gegangen", sagte die Leipzigerin nach dem größten Erfolg ihrer bisherigen Karriere.

Im kleinen Finale der Kategorie bis 78 kg besiegte Heide Wollert die EM-Fünfte Celine Lebrun durch einen Festhaltegriff 36 Sekunden vor Ablauf der Kampfzeit entscheidend.

Sie feierte ihren ersten Sieg überhaupt gegen die starke Französin am Ende mit einem Freudentanz auf der Matte.

Zufriedenstellende Bilanz

"Heide Wollert hat die Serie der sehr starken Vorstellungen unserer Kämpfer hier in Rotterdam nahtlos fortgesetzt. Mit Bronze und vor allem der hervorragenden Kampfweise können wir hochzufrieden sein", sagte der Vizepräsident des Deutschen Judo-Bundes (DJB), Lutz Pitsch.

Vor dem WM-Abschlusstag mit den drei Entscheidungen in den schwersten Kategorien (Frauen über 78 kg sowie Männer bis 100 kg und über 100kg) haben die deutschen Judoka in den Niederlanden durch Wollert, Olympiasieger Ole Bischof (Reutlingen), Claudia Malzahn (Halle/Saale) sowie Romy Tarangul (Frankfurt/Oder) bereits vier Bronzemedaillen erkämpft.

Damit wurden die Bilanzen der WM 2007 (einmal Bronze) und 2005 (einmal Silber) und die eigenen Erwartungen schon übertroffen. (Bronze von Ole Bischof und Claudia Malzahn)

Ganz großen Wurf verpasst

Ex-Europameisterin Wollert verpasste allerdings den ganz großen Wurf, weil sie nach einem Freilos sowie Vorrundensiegen über Sally Conway (Großbritannien) sowie Amy Cotton (Kanada) im Halbfinale nach taktischem Fehler an der neuen Vizeweltmeisterin Marina Prischtschepa (Ukraine) scheiterte.

Den Titel holte sich Marhilde Verkerk (Niederlande).

Überraschend schnell schieden dagegen in Rotterdam Vizeeuropameisterin Kerstin Thiele (Leipzig/bis 70 kg) nach einer Zweitrunden-Pleite gegen Sally Conway (Großbritannien) sowie Michael Pinske (bis 90 kg) aus.

Pinske und Thiele unter den Erwartungen

Der Berliner kassierte bereits beim ersten Auftritt gegen den Franzosen Nicolas Brisson die entscheidende Niederlage.

Weltmeister-Titel erkämpften Yuri Alvear (Kolumbien/bis 70 kg)) und Lee Kyu-Won (Südkorea/bis 90 kg). (Bronzemedaille durch Romy Tarangul)

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