Österreich trauert um Claudia Heill. Die 29-jährige Wienerin beging in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag Selbstmord.

Wie der Österreichische Judoverband (ÖJV) bestätigte, stürzte sich die Olympia-Zweite von Athen 2004 aus dem sechsten Stock eines Hauses im Wiener Gemeindebezirk Landstraße. Der Verband hob in einer Pressemitteilung hervor, dass "niemand diese Verzweiflungstat auch nur erahnen" konnte.

"Claudia war ein lebensfroher Mensch, der viele Visionen hatte und ihr ganzes Leben dem Sport widmete. Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie - Österreichs Judosport hat einen schweren Verlust erlitten. Eine Lücke, die nicht zu schließen ist. Wir werden Claudia stets in bester Erinnerung haben", sagte ÖJV-Präsident Hans Paul Kutschera.

Nach ihrer aktiven Karriere, die sie 2009 beendet hatte, betätigte Heill sich bis Ende Februar 2011 als Trainerin. In den vergangenen Monaten wollte sie sich ganz auf ihr Studium an der Fachhochschule für Sportwissenschaften in der Wiener Neustadt konzentrieren. Während der EM 2010 in Wien war Heill noch als Sonderbotschafterin und im Marketing des Organisationskomitees im Einsatz.

Neben Olympia-Silber in Athen und einem fünften Platz vier Jahre später in Peking war Heill WM-Fünfte 2001 in München und fünfmalige EM-Medaillengewinnerin sowie Militär-Weltmeisterin.

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