Der deutsche Judo-Meister Sven Maresch hat beim Grand-Slam-Turnier in Moskau national wie international ein Ausrufezeichen gesetzt.

Der 24 Jahre alte Berliner feierte mit dem Sieg bei der prestigeträchtigen Veranstaltung nicht nur den größten Erfolg seiner Karriere, sondern gewann auch das teaminterne Halbfinale der Klasse bis 81 kg gegen Olympiasieger Ole Bischof (Reutlingen), der damit Bronze holte.

Für Vorzeigekämpfer Bischof war es im fünften Duell mit seinem jungen Herausforderer bereits die vierte Niederlage. Maresch, der im Gold-Kampf den Amerikaner Trevor Stevens besiegte, wird in der für die Olympia-Qualifikation maßgeblichen Weltrangliste ein großes Stück näher an Bischof heranrücken.

Bei den Spielen 2012 in London darf nur ein Deutscher an den Start gehen.

Für die dritte Medaille der starken deutschen Männer hatte am Samstag Christopher Völk mit Silber in der Klasse bis 73 kg gesorgt.

Der 22-Jährige vom deutschen Rekordmeister TSV Abendsberg musste sich in der russischen Haupstadt erst im Finale dem niederländischen Vizeweltmeister Dex Elmont geschlagen geben.

Zuvor hatte Völk im Halbfinale den topgesetzten Weltranglistenvierten Dirk van Tichelt (Belgien) ausgeschaltet.

Mit sechsten fünften Plätzen sorgte die deutschen Judoka zudem für ein starkes deutsches Mannschaftsergebnis zum Auftakt des zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres:

Vizeweltmeister Andreas Tölzer (Mönchengladbach/über 100 kg) und Heide Wollert (Leipzig/78 kg) verpassten am Sonntag ebenso knappn die Medaillen wie am Samstag Romy Tarangul (Frankfurt/Oder), Mareen Kräh (Spremberg/beide 52 kg), Claudia Malzahn (Halle an der Saale/63 kg) und Tobias Englmaier (Großhadern/60 kg).

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