Olympiasieger Ole Bischof hat bei der Judo-WM in Paris eine Medaille klar verpasst.

Der 31 Jahre alte Reutlinger unterlag im Achtelfinale Titelverteidiger Kim Jae-Bum aus Südkorea durch eine mittlere Wertung (Waza-ari). Gegen Kim hatte Bischof 2008 im Olympia-Finale von Peking gewonnen.

"Ich bin fit und gut vorbereitet. Aber die Pause vor dem letzten Kampf war einfach zu kurz", sagte Bischof, der keine Viertelstunde vor dem Kampf gegen Kim noch in der dritten Runde gegen den Chinesen Si Rijigawa Schwerstarbeit leisten musste.

Dort stand Bischof bereits vor dem Aus und fuhr in Rückstand liegend erst 19 Sekunden vor Kampfende die entscheidende große Wertung (Ippon) ein. Zum Auftakt hatte Bischof den Kanadier Antoine Valois-Fortier knapp bezwungen.

Bischofs Rivale Sven Maresch und die frühere WM-Dritte Claudia Malzahn setzten derweil die Serie der deutschen Auftaktpleiten fort.

Der Weltranglistenelfte Maresch, im Mai noch Grand-Slam-Sieger in Moskau, verlor nach Freilos in Runde eins gegen den Iraner Amir Ghaseni Nejad.

Der 23-Jährige handelte sich dabei wegen Passivität die zweite Bestrafung und damit die entscheidende kleine Wertung (Yuko) ein. "Das ist so ärgerlich, weil ich sehr viel Arbeit investiert habe", sagte Maresch.

Malzahn unterlag in der Klasse bis 63 kg bereits in der ersten Runde der Italienerin Edwige Gwend durch eine große Wertung (Ippon) nach 100 Sekunden.

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