Die frühere WM-Dritte Heide Wollert hat bei den Judo-Weltmeisterschaften in Paris die erste Medaille für das deutsche Team knapp verpasst.

Im Kampf um Bronze der Klasse bis 78 kg unterlag die Leipzigerin der Brasilianerin Mayra Aguiar und wurde damit Fünfte. Aguiar, 2010 Vizeweltmeisterin, hatte schon im Achtelfinale Luise Malzahn ausgeschaltet.

In der Hauptrunde hatte Wollert zunächst die Senegalesin Georgette Sagna und die Slowenin Anamari Velensek besiegt, ehe in der Runde der letzten Acht nach einem fulminanten Beinfeger der französischen Europameisterin Audrey Tcheumeo das Aus kam.

In der Hoffnungsrunde wahrte Wollert danach mit einem schnellen Erfolg gegen die Japanerin Hitomi Ikeda ihre Medaillenchance.

Die EM-Dritte Malzahn hatte vor ihrer deutlichen Niederlage gegen Aguiar gegen die Polin Daria Pogorzelec und Audrey Nancy Koumba Imanda Adjani aus Gabun gewonnen.

Unglücklich scheiterte Iljana Marzok (70 kg) in der Runde der letzten 16. In einem ausgeglichenen Kampf gegen die Nordkoreanerin Sol Kyeong kassierte die 25-Jährige kurz vor Schluss eine zweite Bestrafung wegen einseitigen Greifens und damit die entscheidende kleine Wertung (Yuko).

Zuvor hatte Marzok vorzeitig gegen Choi Mi-Yung (Südkorea) und Yuri Alvear (Kolumbien) gewonnen.

Bereits in der ersten Runde war für Aaron Hildebrand Endstation. Der Duisburgerin verlor seinen Auftaktkampf gegen Ex-Weltmeister Tiago Camilo aus Brasilien durch eine große Wertung nach 3:06 Minuten.

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