Judo-Olympiasieger Ole Bischof ist im Kampf um das Ticket zu den Spielen in London der vielleicht entscheidende Schlag gelungen.

Der 32 Jahre alte Reutlinger gewann den Grand Slam in Paris, während sich sein Konkurrent Sven Maresch (Berlin) bereits frühzeitig verabschiedete. Bischof siegte bei dem mit 150.000 Dollar dotierten Turnier im Finale der Klasse bis 81 kg gegen den Italiener Antonio Ciano und strich damit 300 Weltranglistenpunkte ein. Maresch unterlag im Achtelfinale dem Japaner Keita Nagashima und musste sich mit 36 Zählern begnügen. Nur einer der beiden Deutschen darf bei den Olympischen Spielen starten.

Für Bischof, im Vorjahr in Paris im Achtelfinale gegen Maresch unterlegen, war es der erste Sieg bei einem der vier Grand Slams (Paris, Moskau, Rio de Janeiro, Tokio).

Vor dem Turnier in der französischen Hauptstadt hatte Bischof in der Weltrangliste als Zehnter einen Rang und 30 Punkte hinter Maresch gelegen. Einen Quotenplatz für die Spiele in London erhalten die besten 22 der bereinigten Weltrangliste (nur ein Starter pro Nation).

Am Samstag hatte bereits Christopher Völk mit Platz zwei einen großen Schritt in Richtung Olympia-Teilnahme gemacht. Der 23 Jährige vom TSV Abensberg unterlag in der französischen Hauptstadt erst im Finale der Klasse bis 73 kg dem Mongolen Nyam-Ochir Sainjargal.

Mit fünften Plätzen überzeugten zudem Miryam Roper (Leverkusen), Luise Malzahn (Halle/Saale) und Tobias Englmaier (Großhadern). Die WM-Fünfte Roper unterlag in der Klasse bis 57 kg im Viertelfinale Vorjahressiegerin Automne Pavia (Frankreich), Malzahn (73 kg) scheiterte an der WM-Dritten Mayra Aguiar, Englmaier (60 kg) verlor gegen Jang Jin-Min aus Südkorea.

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