Die deutschen Ringer bekommen im Kampf gegen das drohende Olympia-Aus Unterstützung aus der Politik. Der Sportausschuss des Deutschen Bundestages stimmte am Mittwoch einstimmig für den fraktionsübergreifenden Antrag "Ringen vor dem Ausschluss aus dem olympischen Programm bewahren".

Mitte Februar hatte sich das Internationale Olympische Komitee überraschend dafür entschieden, das seit 1896 in Athen olympische Ringen aus dem Kernprogramm der Spiele 2020 zu streichen. Eine endgültige Entscheidung fällt Ende des Jahres. Konkurrenten um einen Platz sind unter anderem Sportklettern, Squash, Wakeboard und Wushu.

In dem nun beschlossenen Antrag wird die Bundesregierung aufgefordert, den Deutschen Ringerbund (DRB) bei möglichen Reformen zu unterstützen, die Problematik eines Ausschlusses bei der Weltsportministerkonferenz Ende Mai in Berlin zu thematisieren und sich für einen verstärkten sportpolitischen Austausch - insbesondere mit den Ringernationen USA und Russland - einzusetzen.

Dem Antrag muss jetzt der Bundestag noch zustimmen.

In den vergangenen Wochen hatten sich bereits Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich und Finanzminister Wolfgang Schäuble für eine Zukunft der Sportart bei Olympia ausgesprochen.

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