Judo-Schwergewicht Andreas Tölzer hat im letzten großen Wettkampf seiner Karriere seine dritte WM-Medaille gewonnen.

Bei den Titelkämpfen in Rio de Janeiro erkämpfte sich der 33-Jährige aus Mönchengladbach Bronze durch einen Sieg im kleinen Finale gegen den Russen Alexander Michailin.

Tölzer, der 2010 und 2011 jeweils WM-Silber geholt hatte, nahm damit erfolgreich Revanche für die Niederlage gegen Michailin im olympischen Halbfinale von London.

Es war das fünfte deutsche Edelmetall bei den Titelkämpfen am Zuckerhut, eine halbe Stunde vor Tölzer hatte der Olympiadritte Dimitri Peters in der Klasse bis 100 kg durch einen Sieg gegen den Usbeken Sojib Kurbanow mit Bronze Nummer vier geholt.

Fünf WM-Medaillen hatten deutsche Judoka zuletzt 2003 in Osaka erkämpft.

Das Finale von Rio hatte Tölzer durch eine knappe Niederlage gegen den Brasilianer Rafael Silva verpasst.

Im Duell um Gold unterlag Silva schließlich dem französischen Rekordweltmeister Teddy Riner aus Frankreich. Der 24 Jahre Superstar und Olympiasieger gewann seinen fünften Schwergewichtstitel in Serie.

Auch Dimitri Peters hat bei der Judo-WM in Rio de Janeiro wie schon bei den olympischen Spielen in London die Bronzemedaille gewonnen.

Der 29-Jährige aus Rotenburg besiegte im kleinen Finale der Klasse bis 100 kg den Usbeken Sojib Kurbanow, nachdem er zuvor in der Trostrunde dessen Landsmann Ramziddin Sawidow bezwungen hatte.

Peters, der lange zurückgelegen hatte, entschied das Duell mit Kurbanow durch eine Wurftechnik vier Sekunden vor Schluss für sich.

Erst war die vierte Medaille für den Deutschen Judo-Bund (DJB) bei den Titelkämpfen am Zuckerhut, die erste für einen deutschen Mann.