Nach dem mäßigen Abschneiden bei den Kanu-Weltmeisterschaften in Posen schlägt Cheftrainer Reiner Kießler Alarm.

Zwei Jahre vor den Olympischen Spielen in London appelliert Kießler besonders an den Trainingseifer der erfolgverwöhnten Frauen, die in den olympischen Klassen in Polen ohne Goldmedaille geblieben waren.

"Es fehlen im Frauen-Bereich zwei Medaillen, um unseren Anspruch erfüllen zu können. Wir müssen härter trainieren und die Qualität des Trainings erhöhen", sagte Kießler nach den Titelkämpfen auf dem Malta-See.

In den zwölf olympischen Disziplinen hatte der Deutsche Kanu-Verband (DKV) seine selbst gesteckten Ziele verfehlt. Statt der erwarteten sieben Medaillen wurden nur fünf erpaddelt, statt dreimal Gold zu holen, fuhren die DKV-Athleten nur zweimal als Erste durchs Ziel. "Das ist ein schleichender Prozess. Ein vierter Platz ist beim nächsten Mal nicht automatisch ein Dritter", meinte Kießler, der mit Blick auf die Einführung der Sprintdistanz über 200 m bei Olympia 2012 in London einräumte: "Es war klar, dass wir die eine oder andere Medaille verlieren werden."

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