Sportdirektor Jens Kahl hat den ehrgeizigen Comeback-Plänen der achtmaligen Olympiasiegerin Birgit Fischer einen Dämpfer versetzt.

"Dass es für die Drei nicht leicht wird, haben wir vorher gesagt. Sie müssen sich auf Platz eins oder zwei der Rangliste einfinden, um noch ins Team vorstoßen zu können", sagte Kahl nach den Weltmeisterschaften im ungarischen Szeged mit Blick auf die 49-jährige Fischer, ihre Nichte Fanny Fischer und die viermalige Olympiasiegerin Katrin Wagner-Augustin.

Vierer-Olympiasiegerin Fanny Fischer hatte ihre Saison frühzeitig beendet und sich selber eine Wettkampfpause verordnet. Wagner-Augustin ist vor wenigen Wochen Mutter geworden. Kanu-Legende Birgit Fischer treibt ihre Comeback-Pläne für die Olympischen Spiele 2012 in London derzeit voran.

"Ich versuche, jeden Tag ein paar Kilometer zu fahren und meinen Körper daran zu gewöhnen, dass Belastung auf ihn zukommt. Es fühlt sich fantastisch an", hatte Fischer am Rande der WM im ungarischen Kanu-Mekka erzählt.

Mit drei Gold-, zwei Silber- und einer Bronzemedaille war der Deutsche Kanu-Verband in Szeged stärkste Nation in den zwölf olympischen Klassen. Besonders die Kajak-Frauen überzeugten mit starken Leistungen.

Trotzdem ist die Tür für Fischer und Co. noch nicht zu. "Alles, was eine Verstärkung ist, ist gerne gesehen", sagte Kahl.

Die formalen Voraussetzungen für ein erneutes Comeback hatte Birgit Fischer mit der Meldung für das Trainingskontrollsystem der NADA geschaffen.

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