Die deutschen Kanuten gehen ohne konkretes Medaillenziel in die Heim-EM und sehen die Wettkämpfe ab Freitag in Brandenburg vor allem als Teil des Formaufbaus für die Olympischen Spiele 2016.

"Wir tun gut daran, uns kein Medaillenziel zu setzen und stattdessen die Grundlage für künftige Medaillen zu legen", sagte Präsident Thomas Konietzko vom Deutschen Kanu-Verband am Rande des Trainingslagers in Kienbaum.

Die dreitägigen Titelkämpfe auf dem traditionsreichen Beetzsee sollen zunächst auch zur Vorbereitung auf die WM in Moskau dienen.

"Die Perspektive steht in erster Linie im Fokus, nicht zwingend nur EM-Medaillen", sagte Konietzko. Chefbundestrainer Reiner Kießler wurde jedoch etwas konkreter: "Bei 50 Prozent der Entscheidungen sollten wir zu Medaillen in der Lage sein." Die Gastgeber greifen bei 25 von 26 Entscheidungen ins Geschehen ein.

Etwa 10.000 Zuschauer werden zur bislang größten EM der Geschichte erwartet. 484 Sportler aus 39 Nationen, davon etwa 80 Para-Kanuten, werden an den Start gehen - das hat es noch nie gegeben.

"Kanu-Rennsport boomt national und international", sagte Konietzko: "Für uns ist die Heim-EM Motivation genug für gute Ergebnisse."

Das sieht auch Kajak-Weltmeister Max Hoff so.

"Zu Hause will sich ganz sicher keiner geschlagen geben. Alle sehen zwar die WM als großen Höhepunkt des Jahres an, die EM ist jedoch ein wichtiger Baustein auf dem Weg dorthin", sagte der 31 Jahre alte Mitfavorit.

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