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Silke Spiegelburg sprang bei der Hallen-EM 2009 mit 4,75 m deutschen Hallen-Rekord © getty

Die Stabhochspringerin macht in Doha den ersten Schritt Richtung WM. Hochspringerin Blanka Vlasic setzt ein Ausrufungszeichen.

Berlin - Mit ihrem Höhenflug über 2,05 m hat Kroatiens Hochsprung-Weltmeisterin Blanka Vlasic der deutschen Dauerrivalin Ariane Friedrich (Frankfurt) drei Monate vor Beginn der Leichtathletik-WM in Berlin den Kampf angesagt. (Countdown für das nächste Sommermärchen)

Damit setzte die 25-Jährige beim Super Grand Prix in Doha genau wie Sudans Hallen-Weltmeister Abubaker Kaki mit seiner 800-m-Expresszeit von 1:43,09 Minuten erste Maßstäbe in der jungen Saison.

Gelohnt hat sich die Reise ins Scheichtum auch für die Leverkusener Stabhochspringerin Silke Spiegelburg. Sie gewann mit 4,55 m vor der höhengleichen russischen Hallen-Europameisterin Julia Golubtschikowa und revanchierte sich für die Niederlage bei der Hallen-EM in Turin.

Halbe Norm für Berlin

Zugleich wiederholte Spiegelburg ihren Vorjahreserfolg und erfüllte erstmals die doppelt geforderte Norm für die Heim-WM (15. bis 23. August). Platz drei belegte die Mainzerin Carolin Hingst (4,45).

Auch Dreisprung-Ex-Weltmeister Charles Friedek (Leverkusen) kam zu Beginn seines letzten Karrierejahres mit 16,59 m auf Rang drei.

Beim Grand Prix im japanischen Osaka gaben drei Weltmeister den Ton an. Am Ort ihrer WM-Siege 2007 gewannen Jeremy Wariner in 44,69 Sekunden über 400 m, sein amerikanischer Landsmann Kerron Clement in 48,60 über 400 m Hürden und mit 2,28 m Hochspringer Donald Thomas von den Bahamas.

Koch und Pichlmaier überzeugen nicht

Die DM-Titel im Marathonlauf sicherten sich in Mainz Stefan Koch (LG Braunschweig) und Bernadette Pichlmaier (LAG Mittlere Isar). Durch schwache Zeiten von 2:20:34 und 2:38:44 Stunden verpasste es das Meister-Duo allerdings, sich für die WM zu empfehlen.

Während die bereits 40-jährige Pichlmaier das Rennen gewann, belegte Koch nur Rang fünf. Es siegte in 2:13:56 der Kenianer Sammy Kipkoech Tum.

Dessen Landsleute dominierten auch das 25-km-Rennen von Berlin. Matthew Koech in 1:13:24 Stunden, der siebtbesten Zeit der Geschichte, und Peninah Arusei in der Streckenrekordzeit von 1:22:31 siegten am Sonntag beim ältesten deutschen Citylauf.

Vlasic mit Weltrekordversuch

Die Überfliegerin des Wochenendes aber war Vlasic, der der beste Saisoneinstand ihrer Karriere gelang und die erst an der Steigerung des Weltrekordes um einen Zentimeter auf 2,10 m scheiterte: "Darüber will ich nicht sprechen. Ich bin noch nicht bei hundert Prozent und fahre jetzt nach Hause, um für Berlin zu trainieren."

Als Erster blieb Vize-Weltmeister Ezekiel Kemboi in Doha über 3000 m Hindernis in 7:58,85 Minuten in diesem Jahr unter acht Minuten.

Stark waren auch die 21,64 m von Kugel-Weltmeister Reese Hoffa (USA).

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