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Unglaublich: Usain Bolt läuft bei den Olympia 9,69 Sekunden über 100 Meter © getty

Usain Bolt feiert in Zürich einen ungefährdeten Sieg. Eine 18-Jährige schafft über 800 Meter die beste Zeit seit 25 Jahren.

Zürich - Der "goldene Blitz" Usain Bolt hat seine Weltrekordjagd vorübergehend gestoppt, ist der Konkurrenz aber weiter meilenweit voraus.

Beim Golden-League-Meeting der Leichtathleten in Zürich feierte der dreifache Sprint-Olympiasieger einen ungefährdeten Sieg, blieb in 9,83 Sekunden bei 0,5 m/s Gegenwind jedoch klar hinter seinen 13 Tage alten 9,69 Sekunden vom Olympiafinale in Peking.

Die überragende Leistung der 5,6 Millionen Euro teuren nacholympischen Starparade vor 26.000 Zuschauern im Letzigrund bot Kenias 800-m-Olympiasiegerin Pamela Jelimo.

Beste Zeit seit 25 Jahren

Mit 1:54,01 Minuten - der besten Zeit seit 25 Jahren - näherte sich die 18-Jährige dem Fabel-Weltrekord der Tschechin Jarmila Kratochvilova bis auf 73 Hundertstelsekunden.

Kratochvilova war am 26. Juli 1983 in München 1:53:28 gerannt. Es ist der älteste Leichtathletik-Weltrekord in einer olympischen Disziplin.

Für Jelimo, die wie Hochspringerin Blanka Vlasic (Kroatien) noch um den Million-Jackpot der Golden League kämpft und dafür nur einen Sieg am kommenden Freitag in Brüssel braucht, war es erst der zehnte 800-m-Wettkampf ihres Lebens.

Sie ist auf dieser Strecke nun die drittschnellste Läuferin der Geschichte.

Sprint-Triple mit Bestmarken

Der 22-jährige Bolt hatte in Peking außer auf der kürzesten Sprintdistanz auch Gold über die 200 m sowie mit der 4x100-m-Staffel Jamaikas gewonnen.

Dabei lief er ebenfalls jeweils Weltrekorde (19,30 und 37,10) und schaffte damit als erster das olympische Sprint-Triple mit drei Bestmarken.

Längst nicht alle der angetretenen zwölf Einzel-Olympiasieger, die in Peking 14 Goldmedaillen gewonnen hatten, waren auch in Zürich siegreich.

Richards siegt souverän

Über 1500 m musste sich Rashid Ramzi (Bahrain) in 3:32,86 Minuten dem Kenianer Haron Keitany (3:32,06) geschlagen geben.

Im Hochsprung scheiterte Tia Hellebaut (Belgien) schon an 1, 95 m.

Anders Kubas Dayron Robles über 110 m Hürden, der in 12,97 Sekunden den zehnten Erfolg im elften Saisonrennen feierte, aber nur knapp vor dem Olympiazweiten David Oliver (USA/12,98) lag.

Einen souveränen Sieg verbuchte auch die Olympiadritte Sanya Richards (USA/49,74), die bei den Sommerspielen noch auf den letzten Metern abgefangen worden war.

Die besten deutschen Platzierungen verbuchten Weitspringer Sebastian Bayer (Leverkusen) als Dritter mit 7,97 m und die 4x100-m-Staffel ebenfalls auf Platz drei in 38,95 Sekunden.

Zwei kämpfen noch um den Jackpot

Pamela Jelimo (Kenia) und die kroatische Hochsprung-Weltmeisterin Blanka Vlasic brauchen jeweils nur noch einen Erfolg am kommenden Freitag in Brüssel, um den eine Million Dollar (ca. 640.000 Euro) schweren Jackpot der Golden League zu knacken.

Bei den ersten fünf Sportfesten der "Königsklasse der Leichtathletik" haben sie bereits gewonnen.

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