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Christina Obergföll gewann bei den Olympischen Spielen in Peking Bronze © getty

Die Vize-Weltmeisterin setzt bei den 35. Halleschen Werfertagen für das Glanzlicht. Auch die Kugelstoßerinnen sorgen für ein Highlight.

Halle/Saale - Starke Auftritte von Speerwerferin Christina Obergföll und Deutschlands Kugelstoßerinnen, erneute Enttäuschung für Diskus-Weltmeisterin Franka Dietzsch:

Bei den 35. Halleschen Werfertagen feierte die Olympiadritte Obergföll mit ihrem Siegwurf auf 68,40 m Meeting-Rekord sowie Jahres-Weltbestleistung.

"Ich habe im Training ein paar neue Dinge ausprobiert. Das hat sich bezahlt gemacht", sagte Obergföll zum besten Saisonstart ihrer Karriere. Steffi Nerius sorgte als Zweitplatzierte mit 63,72 für einen deutschen Doppelsieg. Linda Stahl wurde mit 61,24 Vierte.

Alle drei Werferinnen erfüllten die Voraussetzungen für die Nominierung zur WM in Berlin (15. bis 23. August).

Dreifachsieg für Kugelstoßerinnen

Im Kugelstoßen gab es einen deutschen Dreifach-Triumph. Die WM-Dritte Nadine Kleinert gewann mit 19,50 vor der Hallen-EM-Zweiten Denise Hinrichs, die mit 19,47 m eine persönliche Freiluft-Bestmarke aufstellte.

Hallen-Europameisterin Petra Lammert wurde bei ihrem ersten Sommerstart mit 19,02 Dritte. Damit hat neben Kleinert auch Hinrichs zum zweiten Mal die WM-Norm von 18,20 m überboten und die Basis für ihre Teilnahme an der WM gelegt.

Lammert knackte erst einmal die geforderte Weite.

Dietzsch noch nicht in Form

Weiter auf der Suche nach ihrer Form befindet sich Diskus-Weltmeisterin Dietzsch, die mit 59,39 nur Sechste wurde. Zaneta Glanc (62,82 m) und Joanna Wisniewska (61,18 m) sorgten für einen polnischen Doppelsieg. Dietzsch ist als Titelverteidigerin für die WM sicher qualifiziert.

Hammer-Weltmeisterin Betty Heidler verpasste mit 72,92 als Zweite hinter der Polin Anita Wlodarczyk mit 75,39 den Tagessieg.

Esser auf dem Podest

Hammerwerfer Markus Esser belegte mit 77,54 den dritten Platz, erreichte aber locker die WM-Norm.

Es siegte der Ungar Krisztian Pars, der mit 80,82 m in der Geschichte von Halle für den ersten 80-m-Wurf sorgte.

Sergei Litvinov, für Frankfurt am Start, verbesserte seine Bestmarke um über zwei Meter auf 77,53 und brachte sich als Vierter für die WM ins Gespräch.

Sack hinter Bartels Dritter

Der Hallen-EM-Dritte Ralf Bartels als Zweiter mit 20,49 m und Peter Sack als Dritter mit 20,44 m schafften ebenfalls die WM-Norm, mussten den Sieg aber Dylan Armstrong (Kanada) mit 20,68 m überlassen.

Vize-Weltmeister Robert Harting, der die WM-Norm schon im Vorfeld erreicht hatte, kam im Diskuswurf mit 64,78 m auf Rang drei.

Es gewann Piotr Malachowski, der in 68,75 m den polnischen Landesrekord verbesserte. Zweiter wurde der Ungar Zoltan Kövago mit 66,87 m.

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