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Irving Saladino wurde 2007 Weltmeister und 2008 Olympiasieger © getty

In Ohio gibt's gleich sechs Jahres-Weltbestmarken: Saladino und Phillips überraschen mit Spitzensätzen. Heidler gewinnt den Hammerwurf.

Eugene - 18 Jahre nach dem Weltrekordsprung von Mike Powell (8,95 m) steht der Leichtathletik offenbar ein neuer Höhenflug der Weitspringer bevor.

Sebastian Bayers sensationellem Siegsprung bei der Hallen-EM in Turin (8,71 m) 77978(DIASHOW: Bayers Rekordsprung) folgte in Eugene/Oregon beim 35. Prefontaine Classic ein Glanzstück im Doppelpack.

Panamas Olympiasieger Irving Saladino landete bei glänzenden 8,63 m.

Doch der 2004 in Athen siegreiche Dwight Phillips (USA) toppte das mit bei noch stärkerem Gegenwind (1,2 m/Sekunde) erzielten 8,74 m.

Fünftbester Sprung der Geschichte

"Ich war am Boden, jetzt bin ich wieder oben. Die neun Meter sind jetzt mein Ziel. Ich würde sie gern noch dieses Jahr springen", sagte Phillips, der nach WM-Titeln 2003 und 2005 im vergangenen Jahr verletzungsbedingt Olympia verpasst hatte.

Der 31-Jährige steigerte seine fünf Jahre alte persönliche Bestleistung bei dem von sechs Jahres-Weltbestmarken gekrönten Meeting gleich um 14 Zentimeter.

Weiter als Phillips sprangen in der Geschichte neben Powell nur dessen Weltrekord-Vorgänger Bob Beamon mit den legendären 8,90 m 1968 bei Olympia in Mexico City.

Dazu der in dieser Disziplin viermal bei Sommerspielen siegreiche Carl Lewis (8,87 als Zweiter bei der WM 1991) und Europarekordler Robert Emmijan (UdSSR/Armenien) mit damals völlig überraschenden 8,86 m vor 22 Jahren.

Ebenfalls bei 8, 74 m landeten zwei andere Amerikaner: Larry Myricks vor 21 und Erick Walder vor 15 Jahren.

Olympiasiegerin außer Form

Beim bisher besten Meeting der Saison gab es knapp zwei Monate vor dem Auftakt der Leichtathletik-WM in Berlin (15.-23. August) fünf weitere Jahres-Weltbestmarken. (DLV-Frauen lassen Muskeln spielen)

Hierfür sorgten Weltmeister Reese Hoffa (USA) mit 21,89 m im Kugelstoßen, Hallen-Europameister Iwan Uchow (Russland) mit 2,36 m im Hochsprung, über die Meile Asbel Kiprop (Kenia) in 3:48,50 Minuten.

Sowie bei den Frauen Sanya Richards (USA) in 49,86 Sekunden über 400 m und Vivian Cheruiyot (Kenia) in 5:31,52 Minuten über die selten gelaufene 2000-m-Strecke.

Einen dritten Sieg in Folge feierte im Hammerwurf Betty Heidler von der LG Frankfurt, doch mit 72,81 m bot sie eher internationales Mittelmaß.

Dennoch lag die Weltmeisterin sechseinhalb Meter vor der indisponierten weißrussischen Olympiasiegerin Oksana Mijankowa, Siebte mit 66,31. Im Hochsprung landete der Dresdener Raul Spank mit 2,26 m auf Rang drei.

Rodgers vor Powell

Für weitere überragende Leistungen sorgten Olympiasieger Bernard Lagat (USA) über 3000 m in 7:35,92 Minuten beim Erfolg über Katars Hindernis-Olympiasieger Saif Saeed Shaheen (7:36.87) sowie Mike Rodgers als 100-m-Sieger in 9,94 Sekunden über Jamaikas Ex-Weltrekordler Asafa Powell (10,07).

Zu stark wehte bei den Frauen der Wind (3,2 m), als Carmelita Jeter in 10,85 ihre 100-m-Siegesserie fortsetzte.

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