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Jamaikas Sprintstar Usain Bolt räumte in Peking gleich drei Goldmedaillen ab © getty

Auch beim Meeting in Lausanne gibt es wieder die bekannte Bolt-Show: Der Jamaikaner stürmt der Konkurrenz wie entfesselt davon.

Lausanne - Erst verpasste Asafa Powell in 9,72 Sekunden den 17 Tage alten Fabel-Weltrekord von Usain Bolt nur um 0,03 Sekunden.

Dann folgte dem zweitschnellsten 100-m-Lauf der Geschichte die seit Olympia bekannte Bolt-Show: Der 22-Jährige stürmte im 200-m-Lauf wie entfesselt davon, dann trudelte er lässig in der Glanzzeit von 19,63 Sekunden ins Ziel.

Nur bei seinem Weltrekord von 19,30 in Peking war er noch schneller gewesen.

Powell, in Peking nur Fünfter in 9,95, demonstrierte bei 0,2 m Rückenwind nach vier Weltrekorden in den drei letzten Jahren (dreimal 9,77, einmal 9,74) erneut, dass er immer dann Glanzzeiten laufen kann, wenn es nicht um Medaillen geht. Zweiter des Rennens war der Olympiadritte Walter Dix (USA) in 9,92, Dritter Nesta Carter (Jamaika) in 9,98.

LaShawn Merritt mit Glanzzeit

Über 200 m bremste Bolt auf den letzten zehn Metern ab, doch die Konkurrenz war längst geschlagen. Churandy Martina (Niederländische Antillen) wurde in 20,24 Sekunden Zweiter.

Mit einer Glanzzeit wartete auch LaShawn Merritt (USA) in seinem letzten Saisonrennen in 43,98 über 400 m auf, nachdem er in Peking den einstigen Seriensieger Jeremy Wariner im Kampf um Gold geschlagen hatte.

Ihren Olympia-Triumph bestätigte zwei Tage nach der Niederlage von Gateshead auch Shelly-Ann Fraser (Jamaika) in 11,03 Sekunden über 100 m.

Platz drei für Obergföll

Dagegen unterlagen bereits in der ersten Hälfte des Meetings drei Olympiasieger: Im Speerwerfen wurde Barbora Spotakova (Tschechien) mit 62,24 m nur Vierte.

Nach ihren Glanz-Weiten von Berlin fanden die beiden deutschen Asse ihre Bezwingerin in der Olympiazweiten Maria Abakumowa (Russland/66,09).

Zwei Tage nach ihren 69,81 m beim DKB-Cup-Finale kam Vize-Weltmeisterin Christina Obergföll (Offenburg) mit 63,79 m wie in Peking nur auf Rang drei. Die am Sonntag auf 68,34 m verbesserte WM-Dritte Steffi Nerius (Leverkusen) wurde Zweite mit 64,47 m.

Gescheiterte Peking-Favoritin im Aufwind

Vierte wie Spotakova wurde auch im Weitsprung Brasiliens Olympiasiegerin Maurren Hagi Maggi mit 6,59 m beim Sieg der gescheiterten Peking-Favoritin Naide Gomes (Portugal/6,77).

Über 100 m Hürden unterlag nach ihrem Goldlauf in China die Amerikanerin Dawn Harper (12,63) gegen die Jamaikanerin Delloreen Ennis-London (12,60).

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