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Usain Bolt lief bei Olympia 2008 Weltrekord über 100 und 200 m © getty

Der Jamaikaner läuft eine Fabelzeit, allerdings mit zu viel Rückenwind. Speerwerfer Frank gewinnt, Obergföll wird Zweite.

Ostrau - Sprint-Star Usain Bolt krönte den Reigen der Glanzleistungen beim IAAF Grand Prix im tschechischen Ostrau.

Beim Jamaikaner verhinderte nach seinem 100 m Fabel-Lauf in 9,77 Sekunden nur eine Brise zu starken Rückenwindes (2,1 m) eine Jahresweltbestmarke.

Es wäre zudem die drittschnellste jemals gelaufene Zeit über die 100 Meter gewesen.

Speerwerfer Mark Frank feierte unterdessen mit der Weite von 83,51 m einen Sieg.

Obergföll schlägt Spotakova

Bei den Frauen erlitt die Olympiadritte Christina Obergföll mit 66,88 m eine knappe Niederlage gegen die Russin Maria Abakumowa (66,89), hielt jedoch Tschechiens Weltrekordlerin Barbora Spotakova (65,92) in Schach.

Nur Fünfte wurde die leicht am Rücken verletzte Europameisterin Steffi Nerius mit 60,15 m.

Lediglich auf Rang sieben landete mit schwachen 7,66 m Hallen-Europameister Sebastian Bayer beim Weitsprungsieg des Südafrikaners Godfrey Mokoena (8,33).

Viele Bestleistungen

Jahres-Weltbestmarken gab es in Serie. Der Olympiadritte Bershawn Jackson (USA) lief über 400 m Hürden 48,32 Sekunden.

Über 5000 m erzielte die Äthiopierin Meselech Melkanu in 14:34,17 Minuten die beste Zeit des Jahres.

An der Stätte seines Weltrekordes von 2008 (12,87) lief Kubas Olympiasieger Dayron Robles bei gerade noch zulässigem Rückenwind 13,04 Sekunden über 110 m Hürden. Er siegte vor dem US-Amerikaner Dexter Faulk (13,13).

Ennis-London vor Perry

Den Hürdensprint der Frauen gewann in 12,79 Jamaikas Olympiafünfte Delloreen Ennis-London vor der US-amerikanischen Weltmeisterin Michelle Perry (12,86).

Dreifach-Olympiasieger Bolt, der in Peking in 9,69 Sekunden den aktuellen Weltrekord aufgestellt hatte, lag im Ziel vor dem Briten Craig Pickering (10,08) und dem Franzosen Ronald Pognon (10,15).

Mit seinen am 11. Juni in Toronto/Kanada erzielten 10,00 liegt der 22-Jährige an Position vier der von Mike Rodgers (USA) in 9,94 angeführten Weltrangliste 2009.

Frank verpasst Bestmarke

Mark Frank verfehlte nach zuvor bereits voll erfüllter WM-Norm beim Sieg über den Belgier Tom Goyvaerts (82,25) mit 83,51 m seine deutsche Saisonbestmarke nur um 35 Zentimeter.

Als Sechster kam Alexander Vieweg (Saarbrücken) nur auf 75,69 m.

Im vorgezogenen Hammerwurf hatte Weltmeisterin Betty Heidler nach drei Siegen in Folge mit 71,65 m nur Rang vier belegt.

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