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Michael Rodgers (r.) triumphiert in Eugene über Darvis Patton © getty

Mike Rodgers gewinnt bei der US-Meisterschaft in Abwesenheit von Tyson Gay die 100 Meter. Usain Bolt startet in Jamaika locker.

Eugene/Kingston - Mike Rodgers und Carmelita Jeter haben sich bei den US-Meisterschaften in Eugene/Oregon jeweils die Sprint-Krone gesichert.

In Abwesenheit von Dreifach-Weltmeister Tyson Gay, der im Vorlauf bei zu viel Rückenwind 9,75 Sekunden gerannt war, siegte der 24 Jahre alte Newcomer Rodgers in 9,91 (3,1 m/s Rückenwind). m Halbfinale war er schon 9,85 (4,0 RW) gelaufen.

"Ich bin bereit für Berlin", sagte Rodgers mit Blick auf die WM im Olympiastadion vom 15. bis 23. August.

Jeter siegt trotz Krampf

Jeter gewann im Fotofinish in 10,776 Sekunden bei 3,3 m/s Rückenwind gegen Muna Lee (10,777), obwohl sie nach 70 m einen Krampf bekam. Im Ziel sank die 29-Jährige direkt auf den Boden.

"Aber alles wird gut", versicherte die Staffel-Weltmeisterin, die in diesem Jahr in ihren fünf 100-m-Wettkämpfen noch unbesiegt geblieben ist.

In 10,72 (3,0 RW) war Jeter wie Rodgers im Halbfinale schneller als im Endlauf. Diese Zeit - die wegen des Rückenwindes (erlaubt sind 2,0 m/s) aber nicht in die Rekordbücher eingeht - war die beste einer 100-m-Sprinterin seit neun Jahren.

"Da hatte ich glücklicherweise keinen Krampf. Das war ein Top-Rennen", sagte Jeter.

Gay trainiert lieber

Die WM-Qualifikation verpasst hat der zweifache Olympiadritte Walter Dix, der in der Vorschlussrunde eine Zerrung erlitt und deshalb auch über 200 m nicht mehr antreten konnte.

Weltmeister Tyson Gay besitzt für die WM eine Wildcard und verzichtete nach seinem exzellenten 100-m-Vorlauf zugungsten des Trainings auf weitere Rennen.

Er könnte nach der verkorksten Olympiasaison, in der ihn eine Verletzung stoppte, in Berlin zum großen Herausforderer von Weltrekordler Usain Bolt werden.

Bolt und Powell starten locker

Der ließ es zum Auftakt der jamaikanischen Meisterschaften in der Hauptstadt Kingston ruhig angehen.

Der dreifache Sprint-Olympiasieger zog nach einem lockeren Lauf in 10,14 Sekunden ins 100-m-Halbfinale ein. "Alles war gut. Nachdem sich der Beginn wegen der Fehlstarts so lange hinauszögerte, wollte ich nicht mehr explodieren", sagte der 22-Jährige.

Auch sein Weltrekord-Vorgänger Asafa Powell hatte im Vorlauf keine Probleme. Er begnügte sich sogar mit 10,36 Sekunden. Der 26-Jährige meinte: "Das Ziel war, als Erster zu starten und bis ins Ziel vorne zu bleiben."

Hardee gewinnt Zehnkampf

Den Zehnkampf-Titel bei den US-Trials sicherte sich unterdessen mit 8261 Punkten Trey Hardee.

Olympiasieger Bryan Clay konnte wegen einer Verletzung nicht antreten und wird deshalb bei der WM in Berlin fehlen.

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