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Tyson Gay (r., gegen Asafa Powell) fehlen acht Hundertstel auf den Weltrekord © getty

Der Sprinter wirft den Fehdehandschuh Richtung Usain Bolt. Beim Golden-League-Sportfest in Rom verpasst Gay knapp den Weltrekord.

Rom - Dreifach-Weltmeister Tyson Gay und die Olympiazweite Kerron Stewart haben beim Golden-League-Sportfest der Leichtathleten eine Sprintshow der Extraklasse geboten.

Fünf Wochen vor der WM in Berlin (15. bis 23. August) stürmten beide an die Spitze der Weltrangliste.

Der Amerikaner Gay löste in 9,77 Sekunden Dreifach-Olympiasieger Usain Bolt als Top-Sprinter ab, Stewart rückte in 10,75 Sekunden auf Rang fünf der ewigen Weltbestenliste vor.

Gay ist in diesem Ranking Dritter und stellte seine eigene Bestleistung ein. Zum Weltrekord von Bolt (9,69) fehlen ihm nur acht Hundertstelsekunden. (Für Bolt ist nur der Wind ein Gegner)

Keine Chance ließ der 26-Jährige in Rom Ex-Weltrekordler Asafa Powell (Jamaika), der in 9,88 Sekunden nach 9,98 im Vorlauf zum 50. und 51. Mal in seiner Karriere unter 10 Sekunden blieb und im achten Aufeinandertreffen mit Gay erst zum zweiten Mal verlor.

Sextett kämpft um den Jackpot

Das Rennen um den Millionen-Jackpot bleibt spannend, auch wenn aus einem Sextett ein Quartett wurde.

Neben Stewart sind Doppel-Olympiasieger Kenenisa Bekele, Stab-Olympiasiegerin Jelena Issinbajewa und Staffel-Olympiasiegerin Sanya Richards noch dabei. (Oslo: Favoriten hoffen weiter auf die Million)

Bekele feierte in der Jahres-Weltbestzeit von 12:56,23 Minuten seinen dritten 5000-m-Sieg nach Berlin und Oslo. Der Äthiopier ließ sich auch von der kenianischen Übermacht nicht aus der Ruhe bringen.

Starke Vorstellung von Issinbajewa

Die Russin Issinbajewa setzte ihre Erfolgsserie fort und lag mit der Jahres-Weltbestleistung von 4,85 m vorn. Richards gewann über 400 m in 49,46 Sekunden.

Zu einem Teil der Million fehlen den vier Athleten noch drei Erfolge in Paris (17. Juli), Zürich (28. August) und Brüssel (4. September).

Frank wird Dritter im Speerwurf

Dagegen kam das Aus für Speerwurf-Weltmeister Tero Pitkämäki (Finnland/83,68) durch seine Niederlage im letzten Versuch gegen den zweimaligen Olympiasieger Andreas Thorkildsen (Norwegen/87,46).

Sehr guter Dritter wurde mit 82,75 der deutsche Meister Mark Frank aus Rostock. Über 100 m Hürden konnte die bislang ungeschlagene Damu Cherry (USA) nicht antreten, weil sie keinen Startplatz erhalten hatte.

Bayer enttäuscht

Insgesamt gab es vor 25.000 Zuschauern im spärlich gefüllten Olympiastadion sechs Jahres-Weltbestleistungen. Auch Weltmeisterin Maryam Yussuf Jamal aus Bahrain mit ihrer 1500-m-Zeit von 3:56,55 Minuten sowie Olympiasiegerin Gulnara Galkina-Samitowa (Russland) in 9:11,58 Minuten über 3000 m Hindernis setzten neue Richtwerte.

Eine Enttäuschung war aus deutscher Sicht der neunte Platz von Weitspringer Sebastian Bayer. Sechs Tage nach seinen 8,49 m beim DM-Sieg in Ulm kam er beim Kräftemessen mit der Weltklasse nur auf 7,67. Es siegte Athen-Olympiasieger Dwight Phillips (USA) mit 8,61.

Niederlage für Vlasic

Die deutschen Stabhochspringerinnen Silke Spiegelburg (Leverkusen/4,60) und Anna Battke (Mainz/4,46) mussten sich mit den Plätzen fünf und sieben begnügen.

Hochsprung-Weltmeisterin Blanka Vlasic (Kroatien) verlor überraschend mit 1,97 m gegen die Italienerin Antonietta di Martino (2,00).

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