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Tyson Gay fährt als Jahresbester über 100 und 200 m zur WM nach Berlin © getty

Tyson Gay bleibt beim Super Grand Prix in London über 200 m weit über seiner 2009-Bestmarke. Tabletten betäuben seine Schmerzen.

London - Die Sprintstars der Leichtathletik sind drei Wochen vor der WM in Berlin (15.-23. August) ihren Glanzzeiten hinterher gerannt.

Auch Dreifach-Weltmeister Tyson Gay (USA) verfehlte in 20,00 Sekunden seine 200-m-Jahresweltbestmarke von 19,58 Sekunden beim Super Grand Prix in London.

Am Tag zuvor war Dreifach-Olympiasieger Usain Bolt, geschockt über die Dopingaffäre um fünf andere Jamaika-Sprinter ("Was zur Hölle...": Bolt vor Lackschaden) , bei starkem Gegenwind von 1,7 m nur 9,91 gelaufen. (Bolt ausgebremst, Issinbajewa geschlagen) Sein Ziel war es, Weltranglisten-Spitzenreiter Gay (9,77) im letzten 100-m-Lauf vor Berlin zu übertrumpfen.

Die Leiste schmerzt

"Ich hätte zumindest 19,80 laufen können", meinte Gay, der nach furiosem Auftakt in der letzten Streckenhälfte deutlich Tempo herausnahm und bei bei kühler Witterung und 0,4 m Rückenwind klar vor US-Landsmann Wallace Spearmon (20,35) siegte.

Der Weltmeister sorgt sich etwas um die angeschlagene Leiste: "Während des Rennens spüre ich nichts. Ich betäube sie auch immer leicht mit Tabletten. Aber nach dem Rennen schmerzt es doch, darum habe ich in der letzten Zeit nicht so intensiv trainiert."

Im Speerwerfen feierte die Leverkusener Europameisterin Steffi Nerius mit 64,64 m ohne ganz große Konkurrenz einen Sieg.

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