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Ariane Friedrich startet seit 2003 für die LG Eintracht Frankfurt © getty

Die Frankfurterin verliert trotz Weltklasse-Form gegen Vlasic. Steffi Nerius muss sich der Olympiasiegerin geschlagen geben.

Monte Carlo - Die Siegesserie ist gerissen, doch die Weltklasse-Form hält an: Hochspringerin Ariane Friedrich hat zweieinhalb Wochen vor der Weltmeisterschaft in Berlin (15. bis 23. August) erstmals in diesem Jahr verloren.

Trotz erstklassigen 2,03 m unterlag die Frankfurterin beim Super Grand Prix in Monte Carlo nach 15 Erfolgen in Serie gegen die höhengleiche Weltmeisterin Blanka Vlasic aus Kroatien. Anschließend scheiterten beide an 2,05 m.

Für die deutsche Meisterin war es der 24. Karriere-Wettkampf mit 2 m oder mehr, für Vlasic der 77.. In 20 Aufeinandertreffen mit der Hallen-Europameisterin aus Deutschland siegte Vlasic 15-mal, Friedrich hatte fünfmal die Nase vorn.

Nerius verliert gegen Spotakova

Auch für Speerwerferin Steffi Nerius endete eine Serie, allerdings nur eine kleine.

Vor 20.000 Zuschauern verlor die Europameisterin aus Leverkusen nach bislang drei Siegen im Juli mit 62,33 m gegen Tschechiens Olympiasiegerin und Weltrekordlerin Barbora Spotakova (65,37).

Dritte wurde Katharina Molitor (ebenfalls Leverkusen/60,31).

Demus läuft viertschnellste Zeit

Stabhochspringer Danny Ecker (Leverkusen) meldete sich mit 5, 70 m nach einer bislang verkorksten Saison zurück und wurde beim Erfolg des Weltranglisten-Ersten Renaud Lavillenie (Frankreich/5, 88) Fünfter.

Für Ecker war es die erstmalige Erfüllung der WM-Norm für Berlin, doch das deutsche Stabhochsprung-Team steht bereits.

In Weltrekordnähe lief über 400 m Hürden US-Meisterin LaShinda Demus.

Der 26-Jährigen fehlten beim Sieg in 52,63 Sekunden nur 29 Hundertstel zum sechs Jahre alten Weltrekord der Russin Julia Petschonkina (52,34). Demus schlug mit der viertbesten Leistung aller Zeiten Olympiasiegerin Melaine Walker (Jamaika), die in 54,20 Sekunden gestoppt wurde.

Van Zyl und Jackson unter 48 s

Insgesamt gab es drei Jahres-Weltbestleistungen.

Neben Demus sorgten dafür auch ihr südafrikanischer Disziplinkollege LJ van Zyl und 800-m-Läuferin Maggie Vessey (USA). Van Zyl blieb in 47,94 als erster Läufer in diesem Jahr unter 48 Sekunden.

Das gelang auch dem zweitplatzierten Olympiadritten Bershawn Jackson (USA/47,98). Vessey steigerte sich über 800 m um mehr als zwei Sekunden auf 1:57, 84 und erklomm ebenfalls die Führung in der Weltrangliste.

Nytra: "Das ist super"

Den Läufern boten sich in Monaco exzellente Bedingungen, die auch die Bremer Hürdensprinterin Carolin Nytra über 100 m Hürden nutzte.

Die Freundin von Weitspringer Sebastian Bayer beseitigte die letzten Zweifel an ihrem WM-Start (Der deutsche Kader für die WM) in Berlin. Als Siebte erfüllte sie in 12,87 Sekunden zum zweiten Mal die doppelt geforderte WM-Norm (12,96) und buchte das WM-Ticket.

"Ich bin gerade erst aus dem Trainingslager zurück. Ein Zehntel über Bestzeit, das ist super", sagte die 24-Jährige, deren Bestleistung seit der DM in Ulm bei 12,78 steht. Es gewann die Australierin Sally McLellan in starken 12,50.

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