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Usain Bolt will in Brüssel auch sein 20. Rennen in dieser Saison gewinnen © getty

Beim Golden-League-Finale in Brüssel weicht Usain Bolt auf die 200 m aus. Ein Quartett will den ältesten Weltrekord knacken.

München - Ein Trio jagt den Jackpot, ein Quartett den ältesten Weltrekord der Leichtathletik-Geschichte, doch den größten Hype gibt es beim Golden-League-Finale der Leichtathleten am Freitag in Brüssel um Sprint-Superstar Usain Bolt.

Der Dreifach-Weltmeister aus Jamaika geht mit seinem Ausweichen auf die 200-m-Strecke zwar einer 100-m-Revanche gegen Vizeweltmeister Tyson Gay (USA) und Landsmann Asafa Powell aus dem Weg, steht aber trotzdem im Blickpunkt.

Der 20. Sieg im 20. Wettkampf ist reine Formsache. "Mein Körper ist müde, aber ich fühle mich besser als in der Vorwoche in Zürich", sagt der 23-Jährige.

Noch ein Sieg bis zum Jackpot-Anteil

Nach fünf Siegen in Serie fehlt Stab-Olympiasiegerin Jelena Issinbajewa (Russland) sieben Tage nach ihrem Züricher Weltrekord (5,06 m) sowie 400-m-Weltmeisterin Sanya Richards aus den USA und Äthiopiens Langstrecken-Star Kenenisa Bekele jeweils nur noch ein Erfolg, um 333.000 Dollar aus dem Jackpot abzugreifen.

Richards würde bereits zum dritten Mal nach 2006 (250.000 Dollar) und 2007 (500.000) einen Batzen vom großen Geld bekommen. Issinbajewa wäre zum zweiten Mal nach 2007 (500.000) beteiligt, Bekele ebenfalls (2006/83.333 Dollar).

Angriff auf Uralt-Weltrekord

Beim zum 13. Mal in Folge mit 47.000 Zuschauern ausverkauften 33. "Memorial Van Damme" im König-Baudouin-Stadion will ein kenianisches Quartett den ältesten Weltrekrod der Leichtathletik-Geschichte angreifen, der seit 32 Jahren über 4x1500 m von den deutschen Läufern Karl Fleschen, Thomas Wessinghage, Harald Hudak und Michael Lederer gehalten wird (14:38,8).

Die Vier waren ihn am Freitag vor 11.706 Tagen in der Halbzeitpause des Bundesliga-Spiels 1. FC Köln gegen Werder Bremen im Müngersdorfer Stadion gelaufen (17. August 1977).

Burka pocht auf Wiedergutmachung

Den 2000-m-Weltrekord der Irin Sonia O'Sullivan (5:25,36 Minuten/1994) hat 1500-m-Hallen-Weltmeisterin Gelete Burka vor Augen.

Damit will die Äthiopierin der Enttäuschung der WM in Berlin davonlaufen, als sie von der Spanierin Natalia Rodriguez von der Bahn geschubst und um ihre Goldchance gebracht worden war. (143495DIASHOW: Die Tops und Flops von Berlin)

Deutsche Athleten sind nach dem Saison-Abbruch von Hochspringerin Ariane Friedrich nur im Trio vertreten: die Stabhochspringerinnen Silke Spiegelburg (Leverkusen), Anna Battke (Mainz) und Kristina Gadschiew (Zweibrücken).

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