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Ist um 233.000 Euro reicher: 400-m-Läuferin Sanya Richards © getty

Drei Leichtathleten kassieren ein ordentliches Preisgeld. Usain Bolt läuft nur über eine Distanz und steht dennoch im Fokus.

Brüssel - Ein Trio teilt sich die Dollar-Million, doch die größte Show bot mal wieder der Sprint-Superstar: Dreifach-Weltmeister Usain Bolt demonstrierte am Freitag beim Golden-League-Finale der Leichtathleten in Brüssel seine Ausnahmestellung und gewann trotz empfindlicher Kühle die 200 m in der Klasse-Zeit von 19,57 Sekunden.

Dabei trudelte der Jamaikaner vor 50.000 Zuschauern zwei Wochen nach seinem Weltrekord von der WM in Berlin (19,19 Sekunden) wie schon so oft auf den letzten 15 m aus.

Nach dem großen Geld griffen Äthiopiens Langstrecken-Star Kenenisa Bekele, 400-m-Weltmeisterin Sanya Richards und Stabhoch-Weltrekordlerin Jelena Issinbajewa.

Sie bekommen nach ihren Erfolgen beim Abschied von der "Königsklasse der Leichtathletik" in Brüssel jeweils 333.000 Dollar (233.000 Euro).

Richards siegt in Jahres-Weltbestzeit

Die US-Amerikanerin Richards gewann nach fulminantem Rennen in der Jahres-Weltbestzeit von 48,83 Sekunden, die Russin Issinbajewa eine Woche nach ihrem Weltrekord von Zürich (5,06) mit 4,70 m, und der Äthiopier Bekele entschied die 5000 m in 12:55,31 Minuten für sich.

Das Trio blieb damit in der Golden League 2009 ungeschlagen. Zuvor hatte es schon in Berlin, Oslo, Rom, Paris und Zürich triumphiert.

Richards, die seit 2005 21 Golden-League-Rennen in Serie gewonnen hat, bekam bereits zum dritten Mal nach 2006 (250.000 Dollar) und 2007 (500.000) einen Batzen vom großen Geld ab.

Issinbajewa ist zum zweiten Mal nach 2007 (500.000) beteiligt, Bekele ebenfalls (2006/83.333 Dollar).

Powell schlägt Gay

Beim zum 13. Mal in Folge ausverkauften 33. "Memorial Van Damme" im König-Baudouin-Stadion gewann der WM-Dritte und frühere Weltrekordler Asafa Powell (Jamaika) in 9,90 Sekunden die kleine WM-Revanche über 100 m gegen den vor einer Leisten-OP stehenden Vize-Weltmeister Tyson Gay (USA/10,00) (143495DIASHOW: Die Tops und Flops von Berlin).

Dreifach-Weltmeister Bolt hatte auf das Rennen verzichtet, weil er sich müde fühlte. Davon war über 200 m jedoch nichts zu sehen.

Bei Windstille feierte der 23-Jährige im 20. Saisonwettkampf über alle Strecken den 20. Sieg.

Kenianer löschen ältesten Weltrekord

Derweil löschte eine kenianische 4x1500-m-Staffel den ältesten Weltrekord der Leichtathletik-Geschichte.

William Biwott, Gideon Gathimba, Geoffrey Rono und Augustine Choge verdrängten in 14:36,23 Minuten nach 32 Jahren bzw. 11.706 Tagen ein deutsches Quartett mit Thomas Wessinghage (Mainz), Harald Hudak (Leverkusen), Michael Lederer (Darmstadt) und Karl Fleschen (Leverkusen) aus den Bestenlisten.

Die Vier hatten die alte Bestmarke von 14:38,8 am 17. August 1977 vor dem Bundesliga-Spiel des 1. FC Köln gegen Werder Bremen im Müngersdorfer Stadion aufgestellt.

Dass sie so lange Bestand hatte, lag allerdings auch daran, dass die Strecke nur noch sehr selten angeboten wird.

Nur Spiegelburg überzeugt

Von drei deutschen Starterinnen in Brüssel überzeugte nur Stabhochspringerin Silke Spiegelburg (Leverkusen), die als Dritte mit 4,70 m ihre Bestleistung einstellte.

Kristina Gadschiew (Zweibrücken/Siebte) und Anna Battke (Mainz/Zehnte) kamen nicht über 4,40 hinaus.

Den Jackpot gab es 2009 zum letzten Mal. Im kommenden Jahr wird die Golden League von der Diamond League abgelöst, dann gibt es für die Disziplinsieger nach weltweit 14 Meetings an 15 Tagen pro Jahr "nur noch" einen Diamanten im Wert von 80.000 Dollar.

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