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Ronny Ziesmer wurde 2003 Deutscher Meister im Mehrkampf © getty

Ex-Turner Ronny Ziesmer gibt beim Berlin-Marathon sein Comeback im Wettkampfsport und genießt ein vergessenes Gefühl.

Berlin - Der nach einem schweren Trainingssturz querschnittsgelähmte Ex-Turner Ronny Ziesmer hat sein Comeback im Wettkampfsport erfolgreich gemeistert.

Der Cottbuser kam beim Berlin-Marathon mit seinem Handbike nach 2:09:22 Stunden ins Ziel und belegte damit Rang 102.

"Das war phänomenal. Ein riesiges Erlebnis. Die Minute vor dem Start war die schlimmste meines Lebens. Soviel Aufregung und Adrenalin habe ich noch nie gespürt", sagte der 30-Jährige.

Ziesmer hatte auf der Strecke eine Fahrgemeinschaft mit dem viermaligen Paralympics-Sieger Heinrich Köberle gebildet.

Handbike-Zukunft bleibt offen

Ob er allerdings auch künftig Marathons mit dem Handbike bestreiten wird, ließ der deutsche Mehrkampf-Meister des Jahres 2003 offen: "Wenn man Zeit zum kontinuierlichen Training findet, kann man das machen."

Ziesmer hatte sich seit Anfang des Jahres auf das Rennen vorbereitet und im Vorfeld gesagt: "Es tut gut, sich endlich mal wieder auszukotzen. Dieses wohlige Gefühl der Erschöpfung ist

einfach toll."

Halswirbelbruch im Training

Der Ex-Turner ist seit seinem tragischen Unglücksfall am 12. Juli 2004 gelähmt. Bei den Olympiavorbereitungen für Athen war er beim Sprung mit dem Kopf auf den Boden aufgeschlagen und hatte einen Halswirbelbruch erlitten.

Nur zwei Jahre nach seinem schweren Unfall gründete er die "Deutsche Stiftung Querschnittslähmung - Allianz der Hoffnung", für die er auch in Berlin warb.

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