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Robert Harting holte im Jahr 2007 bei der WM in Osaka Silber © getty

Der streitbare Diskuswerfer wil die Athletenvereinbarung nicht unterzeichnen. Vor allem stören ihn die vielen Pflichten.

Berlin - Dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) droht neuer Ärger mit Robert Harting.

Der Diskuswurf-Weltmeister aus Berlin will die obligatorische Athletenvereinbarung nicht unterzeichnen.

"Ich habe die Vereinbarung anwaltlich prüfen lassen und dem Verband mitgeteilt, dass ich sie so nicht unterschreiben werde. Da stören mich viele Sachen, es herrscht ein totales Ungleichgewicht. Als Athlet hat man fast nur Pflichten und so gut wie keine Rechte. Das kann's nicht sein", kritisierte Harting im Interview mit den Tageszeitungen "Die Welt" und "Berliner Morgenpost".

"Keine Zeit für Kaffeekränzchen"

Harting sagte, er habe beim Verband deswegen am Wochenende einen Termin. Zu dem von DLV-Präsident Clemens Prokop angekündigten klärenden Gespräch infolge von Hartings umstrittenen Äußerungen zu DDR-Dopingopfern sei es nie gekommen.

"Es macht auch keinen Sinn, sich wegen der Vergangenheit an einen Tisch zu setzen. Für Kaffeekränzchen habe ich keine Zeit", sagte der 25-Jährige.

Harting war bei der WM mit provokanten Äußerungen über Dopingopfer, die Arbeitsmoral von Sportfunktionären wie Prokop und DLV-Generalsekretär Frank Hensel sowie die Aussichtslosigkeit des Anti-Doping-Kampfes negativ aufgefallen und musste sich dafür öffentlich entschuldigen.

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