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Caster Semenya lief in 1:55,45 Minuten zu WM-Gold in Berlin © getty

Einen Tag, nachdem von angeblichen Millionenforderungen der Athletin berichtet wird, widerspricht der Anwalt der Weltmeisterin.

Johannesburg - Der Anwalt der südafrikanischen 800-m-Weltmeisterin Caster Semenya hat Berichte über eine Millionenklage heftig zurückgewiesen.

"Das ist absoluter Quatsch", sagte Rechtsanwalt Greg Nott der britischen Nachrichtenagentur "Press Association": "Wir haben uns in keinster Weise in dieser Richtung geäußert."

Zweifel am Geschlecht

Tags zuvor hatte das Internet-Portal www.insidethegames.biz berichtet, die 800-Meter-Weltmeisterin wolle 120 Millionen US-Dollar vom Weltverband IAAF sowie 18 Millionen US-Dollar vom südafrikanischen Verband ASA einklagen, weil ihr Leben angeblich zerstört worden sei.

Die 18-Jährige solle weiterhin wütend auf die Verbände sein, weil während der WM in Berlin durchsickerte, dass es Zweifel an ihrem Geschlecht gebe.

Zwischenzeitlich hatte es geheißen, dass zwei übereinstimmende Untersuchungen ergeben hätten, dass es sich bei Semenya um einen Zwitter handele (Frau oder Mann: Semenyas Geschlecht ist unklar.

Pistorius-Anwalt vertritt Semenya

Die Südafrikanerin habe sich bereits die Dienste von Greg Nott gesichert, hieß es weiter. Der Jurist der Agentur Dewey LeBoeuf hatte schon für den unterschenkelamputierten Südafrikaner Oskar Pistorius vor dem internationalen Sportgerichtshof CAS ein Startrecht bei den Olympischen Wettkämpfen der Nicht-Behinderten in Peking 2008 erkämpft.

"Hoffentlich hat die IAAF aus diesem Fall gelernt. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und hoffen auf ein gerechtes Urteil für Frau Semenya", wurde Jeffrey Kessler von Dewey LeBoeuf zitiert.

Überlegene Weltmeisterin

Mitte November hatte es zunächst nach einer Versöhnung zwischen der Weltmeisterin und den Verbänden ausgesehen. In einer Mitteilung des südafrikanischen Sportministeriums hatte die IAAF bestätigt, dass die Läuferin ihren WM-Titel behalten dürfe (Wieder Chaos im Fall Semenya ).

Demnach sei der Athletin kein Fehlverhalten vorzuwerfen, sodass ihr die Goldmedaille und das Preisgeld für den Titel nicht aberkannt würden.

Semenya hatte sich im 800-m-Finale der WM im vergangenen Sommer überlegen in 1:55,45 Minuten vor Janeth Jepkosgei aus Kenia (1:57,90) durchgesetzt.

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