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Ariane Friedrich hält mit 2,06 Metern den deutschen Freiluftrekord © getty

Die WM-Dritte siegt trotz Verletzung souverän beim Meeting in Karlsruhe. Zum Duell mit Weltmeisterin Vlasic kommt es vorerst nicht.

Karlsruhe - Ariane Friedrich fliegt wieder auf 2-m-Niveau - trotz Rückenschmerzen. Fünf Monate nach ihrem WM-Bronze von Berlin gewann die Hallen-Europameisterin den 26. Zwei-Meter-Wettkampf ihrer Hochsprung-Karriere.

Beim Leichtathletik-Meeting am Sonntag in der mit 4500 Zuschauern ausverkauften Karlsruher Europahalle meisterte die frischgebackene Polizei-Kommissarin der LG Frankfurt im dritten Versuch exakt 2,00 m.

Damit siegte die 26-Jährige vor der Russin Wiktoria Kljugina (1,92).

Verletzung beim Einspringen

"Ariane hat sich beim Einspringen den Rücken verletzt. Sie wird erst wieder antreten, wenn sie absolut in Ordnung ist", meinte Trainer Günter Eisinger, zugleich Athleten-Manager bei vielen Hochsprung-Meetings.

Für den Fall, dass die frischgebackene Polizei-Kommissarin am Samstag in Arnstadt/Thüringen nicht starten kann, will Eisinger Weltmeisterin Blanka Vlasic (Kroatien) verpflichten, die mit 2,01 m die Weltrangliste anführt.

Erstes Aufeinandertreffen in Doha

"Wahrscheinlich kommt erst in Doha zum Duell zwischen Ariane und Blanka", sagt Eisinger mit Blick auf die Hallen-WM vom 12. bis 14. März in Katar.

Dessen ungeachtet jagt Friedrich nun die Saisonbestmarke der 2009 bei der Hallen-EM von ihr geschlagenen Weltmeisterin.

Comeback eines Weltrekordlers

Mit starken 7:43,44 Minuten über 3000 m gab Hindernis-Weltrekordler Saif Saeed Shaheen (Katar) nach vier Jahren ein starkes Comeback über 3000 m.

Im 800-m-Lauf siegte Russlands Athen-Olympiasieger Juri Borsakowski in 1:45,94 Minuten.

Über 1500 m lief Stefan Eberhardt (LG Ohra-Hörsel) als Sechster in 3:40,57 beim Sieg des Kenianers Gideon Gathimba (3:37,01) die WM-Norm.

Meetingrekord erzielte über 3000 m der Frauen Sylvia Kibet (Kenia) in 8:41,24.

Beste 60-Meter-Zeit seit 2008

In 7,09 Sekunden sprintete Laverne Jones-Ferrett von den Jungferninseln die weltweit beste 60-m-Zeit seit 2008. Der Steigerung im Vorlauf ließ sie beim Finalsieg 7,11 folgen.

Guter Dritter im 60-m-Finale der Männer wurde in 6,65 Sekunden Christian Blum (Chemnitz) nur knapp hinter dem siegreichen Jamaikaner Lerone Clarke (6,64).

Landesrekord von Svoboda

Über 60 m Hürden lief Petr Svoboda (Tschechien) in 7,50 Landesrekord, bei den Frauen siegte Hallen-Weltmeisterin Lolo Jones (USA) in 7,90 Sekunden.

Im Stabhochsprung schlug der Franzose Romain Mesnil bei gleicher Höhe von 5,61 m seine deutschen Gegner Alexander Straub (Filstal) und Malte Mohr (München).

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