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Malte Mohrs Karriere-Bestleistung liegt im Freien bei 5,80 Meter © getty

Die DLV-Athleten überzeugen bei der Hallen-WM in Doha mit dreimal Edelmetall. Nadine Kleinert verpasst eine Medaille.

Doha - Drei Medaillen, zahlreiche Endkampf-Teilnahmen und nur wenige Enttäuschungen:

Deutschlands Leichtathleten haben bei den Hallen-Weltmeisterschaften in Doha/Katar den Aufwärtstrend der Berliner WM 2009 bestätigt.

Angeführt von den erfolgreichen Stabhochspringern und Kugelstoßern weckte das 17-köpfige Team des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) Hoffnungen für die Europameisterschaften vom 27. Juli bis 1. August in Barcelona.

"Der positive Leistungsschub hat sich fortgesetzt", bilanzierte DLV-Sportdirektor Thomas Kurschilgen und freute sich nicht nur über die drei Medaillen: "Im Kugelstoßen und Stabhochsprung haben wir toll aufgetrumpft, aber auch viele andere Leistungen verdienen Anerkennung."

Kleinert verpasst Medaille

Den Schlusspunkt wollte die Magdeburger WM-Zweite Nadine Kleinert setzen, doch 19,34 m reichten angesichts der vielen 20-m-Stöße der Konkurrenz nur zu Rang fünf.

Im letzten Versuch unterlag die als fast unschlagbar geltende Olympiasiegerin und Weltmeisterin Valerie Vili (Neuseeland) noch der auf 20,85 m verbesserten Weißrussin Nadeschda Ostaptschuk.

Einmal Silber, zweimal Bronze

Zuvor hatten schon Ralf Bartels (Neubrandenburg) als Dritter mit persönlicher Bestweite von 21,44 m im Kugelstoßen sowie die Stabhochspringer Malte Mohr (München/5,70 m) mit Silber und Alexander Straub (Filstal/5,65) mit Bronze überzeugt.

"Seit 2003 haben wir in dieser Disziplin erstmals wieder zwei Medaillen - ganz stark", meinte Ex-Stabhochspringer Kurschilgen.

Youngster überzeugen

Andere DLV-Athleten konnten sich zumindest für das Finale qualifizieren, wobei Weitspringer Christian Reif als Fünfter (7,86 m) nur um 15 Zentimeter an Edelmetall vorbei sprang.

Der erst 19 Jahre alte Chemnitzer Kugelstoßer David Storl bestand als Siebter mit 20,40 m seine Reifeprüfung.

Kröger scheitert in der Quali

Tränen gab es hingegen bei Hochspringerin Meike Kröger, die in der Qualifikation mit 1,85 m scheiterte.

Zwei Wochen zuvor hatte sich die Berlinerin bei der Karlsruher DM hinter der diesmal verletzt fehlenden Hallen-Europameisterin Ariane Friedrich (Frankfurt/2,02) noch auf 2,00 m gesteigert.

Chambers gewinnt 60 Meter

Schon vor dem WM-Finale sprachen fünf Jahres-Weltbestleistungen für das gute Niveau in Doha.

Für Saisonbestmarken sorgten dabei auch Stabhochsprung-Überflieger Steven Hooker (Australien/6,01 m), der schon bei Olympia und der Freiluft-WM in Berlin gewonnen hatte, sowie der wegen seiner Doping-Vergangenheit umstrittene britische 60-m-Sieger Dwain Chambers in 6,48 Sekunden.

Clay verliert Weltrekord

Einem Weltrekord am nächsten kam die Britin Jessica Ennis, die den Fünfkampf mit 4937 Punkten gewann und dabei nur 54 Zähler hinter der 18 Jahre alten Bestmarke der Russin Irina Belowa (4991) lag.

Siebenkampf-Sieger Bryan Clay (6204 Punkte) wurde von einem jungen Landsmann im Fernduell düpiert: Ashton Eaton steigerte bei den USA-College-Meisterschaften in Fayetteville/Arkansas mit 6499 Zählern unerwartet den Weltrekord von Dan O'Brien (ebenfalls USA/6476).

Er übertraf dabei Clay gleich um 295 Punkte.

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