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Yelena Isinbayeva feierte in Berlin mit 5,03 Meter ihren 22. Weltrekord © getty

Das Meeting könnte 2010 aus der Golden League verschwinden. Viel hängt dabei von den öffentlich-rechtlichen Sendern ab.

Berlin - Dem traditionsreichen Berliner ISTAF droht nach 2009 das Aus.

"Die Chancen, dass wir darüber hinaus weitermachen, sind nach heutigem Stand sehr gering", sagt Gerhard Janetzky, Chef des Leichtathletik-Sportfestes.

Die Wirtschaftlichkeit des einzigen deutschen Golden-League-Meetings, das im WM-Jahr 2009 am 14. Juni geplant ist, sei derzeit nicht gegeben.

In den nächsten "zwei bis drei Monaten" werde eine Entscheidung fallen.

Keine Fersehbilder mehr?

"Viel hängt davon ab, ob wir weiter eine Übertragung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen haben", erklärt Janetzky. Die steht wegen des sinkenden Interesses an der Leichtathletik in Frage.

Deshalb gab es in Deutschland in diesem Jahr erstmals auch keine TV-Bilder der anderen fünf Golden-League-Meetings zu sehen - nicht mal im Bezahl-Fernsehen.

Dagegen wird die Sportfest-Serie in Norwegen (Oslo), Italien (Rom), Frankreich (Paris), der Schweiz (Zürich) und Belgien (Brüssel) komplett übertragen.

Expansion der Königsklasse geplant

Ohne Fernsehen ist unklar, ob der Weltverband IAAF bei der Neusortierung der Golden League im Jahr 2010 das ISTAF noch einmal berücksichtigt.

Dann soll die Königsklasse der Leichtathletik auf zwölf Sportfeste unter Einbeziehung Asiens und der USA erweitert werden. Außerdem endet 2009 der Vertrag mit dem Hauptsponsor.

Das Internationale Stadionfest fand seit 1. dem August 1937 bislang 67 Mal statt.

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