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Tim Montgomery ist in Erklärungsnot: wegen Heroinhandels muss er fünf Jahre ins Gefängnis © getty

Ex-Weltrekordler Montgomery muss wegen Heroinhandels weitere fünf Jahre ins Gefängnis. Zuvor war er schon wegen Betrugs verurteilt.

Norfolk/Virginia - Der frühere 100-m-Weltrekordler Tim Montgomery muss für weitere fünf Jahre hinter Gitter.

Das Bundesgericht in Norfolk/US-Bundesstaat Virginia sah den Vorwurf des Heroin-Besitzes mit der Absicht des Handels als erwiesen an.

Montgomery hatte sich zuvor schuldig bekannt.

Der 33-Jährige war Mitte Mai wegen Scheckbetruges zu einer 46-monatigen Haftstrafe verurteilt worden. Die Strafen werden unabhängig voneinander gewertet.

Ex-Weltrekordler als Dealer

Montgomery wurde der Besitz von mehr als 100 Gramm Heroin nachgewiesen. Laut Drogenbehörde DEA habe er versucht, 111 Gramm für umgerechnet knapp 6300 Euro an einen DEA-Informanten zu verkaufen.

Vier Treffen wurden auf Video aufgezeichnet, die als Beweismittel dienten.

Im Mai war Montgomery wegen Scheckbetrugs in Höhe von 3,7 Millionen Euro zu drei Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt worden.

Auch Jones verstrickt

Dasselbe Gericht in White Plains/New York hatte am 11. Januar schon Montgomerys ehemalige Lebensgefährtin Marion Jones zu einer sechsmonatigen Haftstrafe wegen Meineids und Beihilfe zum Scheckbetrug verurteilt.

Montgomery hatte seinen 100-m-Weltrekord von 9,78 Sekunden 2002 in Paris erzielt, war jedoch 2005 als Kunde des Dopinglabors Balco für zwei Jahre gesperrt worden.

Das CAS, oberstes Sportschiedsgericht mit Sitz in Lausanne, bestätigte die Sperre im Dezember 2005. Alle Wettkampf-Resultate von Montgomery seit 31. März 2001 inklusive des Weltrekordes wurden gestrichen.

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