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Stabhochspringerin Silke Spiegelburg kassierte in Doha 10.000 Euro Preisgeld © imago

Die Stabhochspringerin landet bei Diamond-League-Auftakt einen Überraschungserfolg. Kugelstoßer Ralf Bartels wird Zweiter.

Doha - Starker Auftakt in der neuen Diamond League für Deutschlands Asse:

Silke Spiegelburg kassierte für den Überraschungsieg im Stabhochsprung 10.000 Dollar und damit die größte Börse ihrer Laufbahn.

"Das schürt die Hoffnung auf eine EM-Medaille in Barcelona", sagte die Leverkusenerin nach 4,70 m. Europameister Ralf Bartels wusste mit Rang zwei im Kugelstoßen ebenfalls zu überzeugen.

"21,14 m, Platz zwei hinter Weltmeister Christian Cantwell - so gut hatte ich das nicht erwartet. Die 6000 Dollar kann ich gebrauchen für die Steuerrückzahlung ans Finanzamt", meinte Bartels.(Alle Leichtathletik-News)

Herausragende Leistungen

Die beiden deutschen Asse strahlten im Jahr nach den neun Berliner WM-Medaillen bei der Feuertaufe der Diamond League mit den Juwelen um die Wette. Spiegelburg auch deshalb, weil sie eine 2010 weltweit noch nicht erzielte Höhe bot.

Selten zuvor gab es bei einem Meeting zum Saisonauftakt außerhalb der USA so viele herausragende Leistungen.

Neben Cantwell, der mit 21,82 m auftrumpfte, und der russischen Sperr-Olympiazweiten Maria Abakumowa (68,89) sorgten drei Kenianer für die hochkarätigsten Jahres-Weltbestmarken:

David Rudisha lief in 1:43,00 Minuten über 800 m, Weltmeister Ezekiel Kemboi in 8:06, 28 über 3000 m Hindernis, Elius Kipchoge in 12:51,21 über 5000 m und Olympiasiegerin Nancy Langat in 4:01,63 über 1500 m.

Powell nur im Vorlauf top

Asafa Powell konnte die ganz großen Hoffnungen der 10.000 Zuschauer im Katar Sports Center des arabischen Emirats am Ende nicht erfüllen.

Jamaikas früherer 100-m-Weltrekordler (zuletzt 9, 72) trumpfte bereits im Vorlauf in 9,75 Sekunden auf - doch der Rückenwind (2,6 m) wehte dann auch bei den 9,81 im Finale (2,3) zu stark.

Beim 50-Millionen-Dollar-Projekt Diamond League mit 14 Stationen bis 27. August in Brüssel werden inklusive Antrittsgeld für die Stars 20 Millionen an die Athleten ausgeschüttet.

An Preisgeldern gibt es bei jedem Meeting 450.000 Dollar. Alle Sieger erhalten 10.000, für den Gesamtsieg in einer Disziplin Ende August je 40.000 Dollar.

Bolt sucht man vergeblich

Bei dem rund drei Millionen Dollar teuren Auftakt standen immerhin zehn Weltmeister von Berlin 2009 und neun Olympiasieger von Peking 2008 in den Startlisten. "Wir hätten auch gern Usain Bolt hier gehabt.

Aber dies hat sich mit seinen anderen Startplänen überschnitten. Immerhin startet er bei 7 der 14 Meetings unserer Serie", meinte Lamine Diack, der Stunden zuvor bekräftigt hatte, er wolle 2011 bei der WM in Daegu/Südkorea erneut als IAAF-Präsident kandidieren und 2012 gern Staatspräsident des Senegal werden.

Dreifach-Olympiasieger, -Weltmeister und -Weltrekordler Bolt war zuvor in Daegu gestartet und ist am 23. Mai bei der zweiten Diamond League-Station in Shanghai (23. Mai) am Start.

Im Wechsel mit Asafa Powell und Ex-Weltrekordler Tyson Gay (USA) ist er bei allen Diamond-Meetings dabei. Für den Abschluss in Brüssel ist das Gipfeltreffen der drei Giganten angesagt.

Auch andere Stars fehlen

Neben Bolt fehlten in Doha auch drei andere Stars der Szene:

Russlands Stab-Weltrekordlerin Jelena Issinbajewa, die nach ihrer zweiten Medaillenpleite in Serie bei der Hallen-WM im März in Doha die Saison abbrach sowie wegen Verletzung die Welt-Leichtathleten Kenenisa Bekele (Äthiopien/5000 m) und 400-m-Läuferin Sanya Richards-Ross (USA).

Im Speerwerfen kassierte die Olympiadritte Christina Oberföll 3000 Dollar für gute 64,38 m bei Rang vier. "Ein guter Anfang, auch wenn es hätte weiter gehen können", meinte die Ex-Europarekordlerin.

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