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Usain Bolt hält den Weltrekord über 100 und 200 Meter © getty

Das Versprechen wird gehalten: Der Weltrekordler folgt seiner Ankündigung und legt eine Jahres-Bestleistung über 100 Meter hin.

Daegu - Bei der schnellsten Saisonpremiere seiner Karriere ist Leichtathletik-Star Usain Bolt in 9,86 Sekunden an die Spitze der Weltrangliste gesprintet.

Zugleich setzte der 23 Jahre alte Jamaikaner beim WM-Test in Daegu/Südkorea ein erstes Maß für seine Rivalen Asafa Powell (ebenfalls Jamaika) und Tyson Gay (USA), die angekündigt hatten, Bolts Weltrekord von 9,58 Sekunden sei 2010 ihr großes Ziel. (Alle Leichtathletik-News)

Jamaikas dreifacher Olympiasieger, Weltmeister und Weltrekordler über 100, 200 und 4x100 m blieb am Schauplatz der WM 2011 bei 0,1 m Rückenwind zwar klar über seiner Bestmarke der Berliner WM 2009 (9,58).

Führung nach 30 Metern

Doch Bolt, der auf Bahn 5 nach 30 Metern in Führung ging, lag bei seinem erst 19. Rennen der Karriere über diese Distanz im Ziel deutlich vor seinem Landsmann Michael Frater (10,15) und dem US-Amerikaner Mike Rodgers (10,18), dem Zweiten der Hallen-WM. Bisher stand Ivory Williams (USA) in 9,95 an der Spitze der Weltrangliste 2010.

Der Weltstar aus der Karibik war vergangenes Jahr erstmals zu Beginn einer Saison unter 10 Sekunden gesprintet, als er am 14. Mai in Spanish Town 9,93 lief.

Spektakulärer 200-Meter-Start

2008 war Bolt zum Auftakt - wie im einzigen Rennen des Jahres zuvor - 10,03 gelaufen. Bereits Ende Mai rannte er dann in New York in 9,72 seinen ersten Weltrekord, steigerte diesen im August bei Olympia auf 9,69. Im Vorjahr war er dann als Weltmeister in Berlin noch eine Zehntelsekunde schneller.

Bolt war am 1. Mai in Kingston über 200 m spektakulär in die Saison gestartet, denn trotz 0,8 m Gegenwind erzielte er in 19,56 Sekunden die viertbeste jemals in der Welt gestoppte Zeit auf dieser Distanz. Er hält den Weltrekord seit dem vergangenen Jahr in 19,19.

Jeter gewinnt Frauen-Rennen

Bolt hatte wegen seiner frühen Zusage für die Rennen in Daegu und Schanghai vergangene Woche beim Auftakt der neuen Diamond League in Doha/Katar gefehlt. Dort gewann Ex-Weltrekordler Asafa Powell (ebenfalls Jamaika) die 100 m bei zu starkem Rückenwind in 9,75 (Vorlauf) und 9,81.

Die beste 2010 gelaufene Zeit über 110 m Hürden erzielte beim World Challenge Meeting in Daegu der Olympia-Dritte David Oliver (USA) in 13,11 Sekunden.

Nur Fünfter wurde Überraschungs-Weltmeister Ryan Brathwaite (Barbados) in 13,67. Über 100 m der Frauen lag Carmelita Jeter (USA), die sich 2009 auf 10,64 gesteigert hatte, in 11,00 knapp vor Jamaikas 200m-Olympiasiegerin Veronica Campbell-Brown.

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