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Usain Bolt ist amtierender Olympiasieger und Weltmeister über 100 und 200 m © getty

Der Jamaikaner läuft bei der Diamond League das viertschnellste 200-m-Rennen aller Zeiten. Mohr gewinnt im Stabhochsprung.

Shanghai - Jubel um Usain Bolt - und auch bei der zweiten Station der neuen Diamond League ein deutscher Stabhochsprung-Sieg.

Während der Weltstar in Shanghai über 200 m in 19,76 Sekunden seinen Siegeszug fortsetzte, triumphierte Malte Mohr mit 5,70 m wie Silke Spiegelburg neun Tage zuvor bei der Premiere der neuen Königsklasse in Doha.

Bolt blieb zum 22. Mal seit seinem Junioren-Weltrekord von 2004 (19,93) unter 20 Sekunden (Alle Leichtathletik-News).

Viertschnellstes Rennen aller Zeiten

Der Jamaikaner, neben Norwegens Speerwerfer Andreas Thorkildsen in Shanghai allein ungeschlagen unter acht Olympiasiegern und elf Weltmeistern, verpasste seine Saisonbestzeit von 19,56 Sekunden.

Diese hatte er am 1. Mai in Jamaikas Hauptstadt Kingston bei ebenfalls 0,8 m Gegenwind erzielt. Es war das viertschnellste Rennen aller Zeiten nach seinem Weltrekord von 19,19 vergangenes Jahr bei der Berliner WM.

Als Zweiter in 20,34 lag Angelo Taylor (USA) sechs Meter zurück.

Mohr mit EM-Norm

Malte Mohr, der sich im Winter auf 5,83 m gesteigert und Silber bei der Hallen-WM gewonnen hatte, schaffte in Shanghai gleich die EM-Norm für Barcelona (27. Juli bis 1. August).

Der Münchner nahm 5,50 und 5,70 m im ersten Versuch, scheiterte dann dreimal an 5,81 m.

Höhengleich mit dem Zweiten Aleksander Gripich (Russland/5,60) wurde Hendrik Gruber Vierter. Nur auf Rang sechs landete Australiens Olympiasieger und Weltmeister Steven Hooker (5,50).

Harting trotz guter Leistung geschlagen

Diskus-Weltmeister Robert Harting verpasste dagegen bei seiner Premiere in der Liga einen zweiten deutschen Sieg.

Trotz hervorragender Steigerung auf seine Saisonbestmarke von 68,69 m wurde der Berliner im sechsten Versuch noch vom WM-Sechsten Zoltan Kovago (Ungarn) mit 69,69 m abgefangen.

Nur Vierter wurde Estlands Olypiasieger Gerd Kanter, der mit 71,45 m die Weltrangliste anführt. Harting schlug wie bei der Berliner WM Polens Vize-Weltmeister Piotr Malachowski (68,66).

Böse Schlappe für Kleinert

Eine böse Schlappe erlitt Kugelstoßerin Nadine Kleinert. Die WM-Zweite aus Magdeburg, wie Harting neun Tage zuvor beim Auftakt der 50-Millionen-Dollar-Serie nicht am Start, landete mit schwachen 18,44 m nur auf Rang sieben.

Eine erneute Pleite erlebte dabei Olympiasiegerin und Weltmeisterin Valerie Vili. Die über Jahre als fast unschlagbar angesehene Neuseeländerin unterlag wie bei der Hallen-WM im März in Doha gegen Nadeschda Ostaptschuk.

Die Weißrussin erzielte mit 20,70 m Jahres-Weltbestleistung, Vili konnte nur 19,72 m entgegensetzen.

Liu Xiang nur Dritter

Hinter dem in 12,99 Sekunden Jahres-Weltbestzeit laufenden David Oliver (USA) war Chinas tragischer Olympiaheld von Peking nur zweitbester Chinese.

Liu Xiang, nach langer Verletzung noch nicht in Form, lag in 13,40 als Dritter auch noch hinter Dongpeng Dhi (13,39).

Weitere Jahres-Weltbestmarken erzielten der Kenianer Augustine Kiprono Choge in 3:32,20 Minuten über 1500 m sowie vier Frauen: Über 400 m Hürden Lashinda Demus (USA) in 53,34 Sekunden, über 5000 m Sentayehu Ejigu (Äthiopien) in 14:30,96 Minuten und über 3000 m Hindernis Gladys Jerotich Kipkemoi (Kenia) in 9:16,82 Minuten, außerdem im Dreisprung Olga Rypakowa (Kasachstan) mit 14,89 m.

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