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Usain Bolt hält die Weltrekorde über 100 Meter, 200 Meter und in der Sprint-Staffel © getty

In Ostrau liefert der Jamaikaner die zweitbeste je gelaufene 300-m-Zeit ab. Den Weltrekord sieht er durchaus in Reichweite.

Ostrau - Die 100 m in handgestoppten 9,70 Sekunden, famose 19,83 Sekunden als 200-m-Durchgangsmarke und am Ende die zweitbeste je gelaufene 300-m-Zeit.

Superstar Usain Bolt hat beim Challenge-Meeting in Ostrau mit seinem Debüt in 30,97 Sekunden auf der ungewohnten Langsprintstrecke erneut große Erwartungen für den Leichtathletik-Sommer geweckt, wobei ihm die Konkurrenz allerdings im Nacken sitzt: (Alle Leichtathletik-News)

Sein jamaikanischer Landsmann Asafa Powell glänzte an gleicher Stätte mit der Jahres-Weltbestleistung von 9,83 Sekunden über 100 m.

Lob für Konkurrenten

Die Aufmerksamkeit galt jedoch in erster Linie Bolt, der die zehn Jahre alte 300-m-Weltbestzeit des Amerikaners Michael Johnson nur um 12 Hundertstel verfehlte.

"Dieses Rennen hat mir gezeigt, dass ich in sehr guter Verfassung bin. Ich freue mich schon auf die weitere Saison", sagte der Dreifach-Olympiasieger und -Weltmeister, der aber auch ein lobendes Wort für Powell übrig hatte:

"Er scheint gut drauf zu sein. Ich kann es kaum erwarten, gegen ihn und die anderen zu laufen."

"Zu schnell angegangen"

Bei kühler Witterung, nasser Laufbahn und Gegenwind auf der Zielgeraden lieferte Bolt den 20.000 Zuschauern die erwartet gute Show - auch wenn er sich im Ziel zunächst ärgerte.

"Ich bin die ersten 200 m etwas zu schnell angegangen. Ich bin es halt gewohnt, von Anfang an Vollgas zu geben, und kann mich nur schwer bremsen", erklärte der 23-Jährige.

Weltrekord in Reichweite

Der geringe Rückstand auf Johnsons einst in der Höhenlage von Pretoria/Südafrika aufgestellte Bestmarke über die selten gelaufene Distanz gab dem dreifachen Weltrekordhalter Zuversicht:

"In erster Linie hat die Sache Spaß gemacht, und es war sicher nicht das letzte Mal, dass ich diese Strecke gelaufen bin. Wenn die Bedingungen etwas besser sind, sollte die Bestzeit beim nächsten Mal machbar sein", sagte Bolt nach seinem ersten Saisonrennen auf europäischem Boden.

Powell zufrieden

Das schlechte Wetter war für Powell derweil kein Problem. Der Ex-Weltrekordler unterbot die von Bolt eine Woche zuvor gelaufenen 9,86 Sekunden um drei Hundertstel und zeigte sich hinterher entsprechend zufrieden.

"Der Regen hat mich nicht gestört, ich hatte ein gutes Gefühl und habe gezeigt, dass ich in guter Form bin", so der 27-Jährige, der seine Landsleute Lerone Clarke (10,18) und Dexter Lee (10,20) auf die Plätze verwies.

"Wir werden sehen, was ist"

Das Fernduell mit Bolt wollte der WM-Dritte über 100 m aber nicht weiter anheizen: "Wir werden sehen, was ist, wenn wir aufeinandertreffen."

In den vergangenen Monaten hatte Powell mehrfach betont, in diesem Jahr Bolts 100-m-Weltrekord von 9,58 Sekunden angreifen zu wollen.

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