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Nadine Müller führt die Weltrangliste im Diskuswerfen an © imago

Der deutsche Erfolg hält weiter an. Diskushoffnung Nadine Müller zeigt großen Willen und gewinnt. Mohr schrammt am Sieg vorbei.

Oslo - Deutschlands neue Diskushoffnung Nadine Müller hat die deutsche Siegesserie auch bei der dritten Station der neuen Diamond League der Leichtathleten in Oslo fortgesetzt.

Der Weltranglisten-Ersten (67,78) reichten 63,93 m aus dem ersten Durchgang zu Platz eins vor der Polin Zaneta Glanc (62,16).

Die 24-Jährige aus Halle an der Saale kassierte mit 10.000 Dollar und meinte: "Ich freue mich über die bisher größte Einnahme meiner Laufbahn."

Damit haben Deutschlands Leichtathleten bisher bei allen Meetings der neuen Königsklasse gesiegt, die sich bis Ende August über 14 Stationen erstreckt (Alle Leichtathletik-News).

Mohr wird Zweiter

Zum Auftakt in Doha hatte Silke Spiegelburg (4,70 m) mit dem Stab gewonnen, danach in Shanghai Malte Mohr (5,70).

Malte Mohr hätte seinen Sieg in Oslo fast wiederholt, doch am Ende wurde er Zweiter mit erneuten 5,70 m hinter Frankreichs Hallen-Europameister Renaud Lavillenie (5,80).

Mohr führt jetzt in der Stabwertung der Diamond League. Die Anfangshöhe von 5,40 m war schon zu viel für Australiens Olympiasieger Steven Hooker und Alexander Straub.

"Mir fehlt derzeit die Lockerheit"

Europameister Ralf Bartels konnte Rang zwei vom Auftakt in Doha nicht wiederholen.

Der Neubrandenburger WM-Dritte wurde mit 20,59 m Fünfter beim Kugelstoß-Sieg von Weltmeister Christian Cantwell (USA/21,31).

"Mir fehlt derzeit die Lockerheit, ich kann nicht immer 21 m stoßen", meinte Bartels.

"Technische Probleme" bei Müller

"Ich hatte technische Probleme nach dem harten Training, darum machte ich die fünf folgenden Würfe leider alle ungültig", meinte Nadine Müller, die wie Bartels bereits am Samstagmorgen um 6 Uhr zurückfliegen wollte, um rechtzeitig am gleichen Tag zum Werfermeeting nach Schönebeck/Sachsen-Anhalt zu kommen.

In der Diamond League wird Nadine Müller nach den Meetings von Rom, New York und Eugene/USA erst am 8. Juli in Lausanne/Schweiz wieder starten. Sie führt nun in der Saisonwertung und würde 40.000 Dollar erhalten, wenn sie auch beim Finale am 27. August in Brüssel noch vorn läge.

In Abwesenheit des verletzten Weltrekordlers Usain Bolt gewann dessen Vorgänger Asafa Powell (beide Jamaika) die 100 m in 9,72 Sekunden, doch die Glanzzeit war "vom Winde verweht" (plus 2,1 m/Sekunde).

Jahres-Weltbestzeiten gab es über 800 m durch David Rudisha (1:42,04), der vor den Augen des Londoner Olympia-Chefs Sebastian Coe dessen Stadionrekord (1:42,33/Weltrekord 1979) verbesserte, über 3000 m Hindernis durch Milcah Chemos Cheywa (ebenfalls Kenia) in 9:12,66 sowie die Osloer Traummeile durch Asbel Kiprop (Kenia) in 3:59,57 Minuten.

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