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Veronica Campbell-Brown gewann bereits drei olympische Gold-Medaillen © getty

Beim Diamond-League-Meeting in New York fallen fünf Weltjahresbestzeiten. printerin Campbell-Brown durchbricht eine Schallmauer.

New York - Deutschlands Leichtathleten waren erstmals nur Randfiguren in der neuen Diamond League.

Bei der fünften Station der neuen Königsklasse in New York landete nach Siegen bei den ersten drei Meetings der neuen Königsklasse diesmal kein Springer oder Werfer des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) auf dem Podium.

Überragender Athlet vor 10.000 Zuschauern war Teddy Tamgho, der nun auch den Fabel-Weltrekord von Dreisprung-Phänomen Jonathan Edwards jagt.

Nur Edwards und Harrison besser

Frankreichs Hallen-Weltmeister erzielte drei Tage vor seinem 21. Geburtstag mit 17,98 m eine Weite, die bisher nur der frühere britische Superstar Edwards (Weltrekord 18,29 m) und der Amerikaner Kenny Harrison (18,09) überboten haben.

Bereits im März hatte sich Tamgho mit 17,90 m als Hallen-Weltmeister in Doha den Indoor-Weltrekord geholt.

Frauen sorgen für Bestleistungen

Für die drei anderen Saisonbestmarken in New York sorgten Frauen.

Als erste Sprinterin in diesem Jahr lief Jamaikas Olympiasiegerin Veronica Campbell-Brown in 21,98 über 200 m eine Zeit unter 22 Sekunden und schlug dabei Weltmeisterin Allyson Felix (USA/22,03).

Über 1500 m steigerte Kenias Olympiasiegerin Nancy Jebet Langat ihre Jahres-Weltbestzeit auf 4:01,60 Minuten. Und US-Hürdensprinterin Lolo Jones gewann in 12,55 Sekunden auch das dritte Rennen der erst seit Mitte Mai bestehenden neuen Königsklasse.

DLV-Athleten nur Randfiguren

Nach den Stabhochsprung-Erfolgen von Silke Spiegelburg in Doha, Malte Mohr in Shanghai und dem Diskus-Sieg von Nadine Müller in Oslo landete kein deutscher Leichtathlet auf den Plätzen eins bis drei (4, 2 bzw. 1 Punkt), die in die Saisonwertung einfließen.

Mohr, zuletzt auch Zweiter in Oslo, wurde mit 5,40 m nur Sechster.

Um einen Platz an ihrem ersten Diamond League-Punkt schrammten mit ebenfalls wenig berauschenden Leistungen jeweils als Vierte seine Stab-Kollegin Kristina Gadschiew (Zweibrücken/4,40) und Kugelstoßerin Petra Lammert (Neubrandenburg/18,36 m) vorbei.

Bolt begutachtet Konkurrenz

Unter den Augen von Weltrekordler Usain Bolt, der seine Rückkehr nach der Achillessehnenverletzung für den 8. Juli in Lausanne angekündigt hat, blieben gleich sechs Sprinter über 100 m "unter zehn" - doch der Wind wehte mit 2,4 m/Sekunde etwas zu stark.

Bolts Landsmann Yohan Blake unterlag in 9,91 nur knapp Richard Thompson aus Trinidad (9,89). Hochkarätigstes Rennen der Männer war das 400-m-Hürden-Duell, das Weltmeister Kerron Clement in 47,86 Sekunden vor Ex-Weltmeister Bershawn Jackson (47,94) gewann.

Bartels nur Siebter

Einen deutschen Sieg gab es durch Hammerwerfer Sergej Litvinov mit 78,01 m in Turin. Im Kugelstoßen wurde die WM-Zweite Nadine Kleinert mit 18,94 m Zweite. Für das überragende Resultat sorgte Kubas Olympiasieger Dayron Robles in 13, 04 Sekunden über 110 m Hürden (Alle Leichtathletik-News).

Mit 21,97 m trumpfte die neue amerikanische Kugelstoß-Hoffnung Ryan Whiting auf. Zweiter der Weltrangliste 2010 ist auch Hallen-Weltmeister Ashton Eaton nach seinen 8457 Punkten im Zehnkampf.

Christopher Harting, der 19 Jahre alte Bruder von Weltmeister Robert Harting, war als Diskussieger mit 59,01 m eine der deutschen Säulen beim 207:171-Länderkampf-Erfolg der U23-Leichtathleten im polnischen Bydgoszcz.

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