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Usain Bolt holte bei Olympia 2008 in Peking drei Goldmedaillen © getty

Der Weltrekordler über die 100 Meter gibt bei der Diamond League ein beeindruckendes Comeback und läuft Jahres-Weltbestzeit.

Lausanne - Nach 42 Tagen Zwangspause hat Usain Bolt am Donnerstag in Jahres-Weltbestzeit von 9,82 Sekunden seine Rückkehr auf die Leichtathletik-Bühne gefeiert.

"So schnell hatte ich es nicht erwartet. Aber die Zeit war mir unwichtig, ich wollte das Rennen nur verletzungsfrei überstehen", meinte Jamaikas Olympiasieger, Weltmeister und Weltrekordler über 100, 200 und 4x100 m.

Er siegte bei der 7. Station der Diamond League in Lausanne bei 0,5 m Rückenwind vor Landsmann Yohan Blake (9,96). Bolt war erst am Vortag von den 200 m auf den 100-m-Start umgestiegen (Alle Leichtathletik-News).

Nytra beeindruckt

Sensationell auf 12,57 Sekunden steigerte sich Carolin Nytra über 100 m Hürden.

Die Bremerin wurde damit Zweite hinter Priscilla Lopez-Schlief (Kanada/12,56), ist nun Dritte der Weltrangliste, die LoLo Jones (USA) in 12,55 anführt und wird immer mehr zur EM-Favoritin für Barcelona (27. Juli bis 1. August).

Müller nur Fünfte

Als Stab-Dritter mit 5,80 m verbesserte sich Malte Mohr unter die besten Fünf in der Welt.

Dagegen landete Diskus-Hoffnung Nadine Müller nach anstrengendem Krafttraining während der letzten Wochen nur auf Rang fünf mit 61,14 m.

Nur Powell hält mit

"Mein Arzt Dr. Müller-Wohlfahrt hatte gewarnt, der Kurvenlauf könnte zu gefährlich sein", meinte Bolt, der am 19. Mai in Daegu, Südkoreas WM-Stadt für 2011, in 9,86 Sekunden gesiegt hatte.

So schnell wie Bolt war in diesem Jahr weltweit nur Ex-Weltrekordler Asafa Powell in ebenfalls 9,82 gewesen.

Bolt führt über 200 m in 19, 56 die Weltrangliste 2010 an, schneller war nur nur er selbst bei seinen Weltrekorden von 19,30 bei Olympia 2008 in Peking und 19,19 bei der WM 2009 in Berlin gerannt.

"Die Behandlung wirkt"

Bolt hatte sich am 27. Mai beim 300-m-Lauf in Ostrava/Tschechien an der Achillessehne verletzt und dann sechs Wochen keine Wettkämpfe bestritten.

Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, der sich derzeit bei der Fußball-WM um das deutsche Team sorgt, hatte ihn mehrfach behandelt und erst für Lausanne wieder Grünes Licht gegeben.

"Die Behandlung wirkt, ich fühle mich so weit gut und bereit", hatte der 23-Jährige am Montag bei seiner Ankunft gesagt.

Jahres-Weltbestmarken purzeln

Vor 17.000 Zuschauern purzelten bei fast tropischen Temperaturen um 30 Grad weitere Jahres-Weltbestmarken.

Für Steigerungen sorgten die Kenianer Nicholas Kemboi in 3:31,52 Minuten über 1500 m, Brimin Kipruto in 8:01,62 über 3000 m Hindernis, Vivian Cheruiyot (Kenia) in 8:34,58 über 800 m, Gelete Burka (Äthiopien) in 3:59,28 über 1500 m und Kubas Dreisprung-Weltmeisterin Yargelis Savigne mit 14,99 m.

Im Hochsprung stellten die Russen Ivan Uchow als Sieger und Olympiasieger Jaroslaw Rybakow als Zweiter mit 2,33 m die Saisonbestmarke ein.

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