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Christina Obergföll gewann bei der WM 2005 in Helsinki und 2007 in Osaka jeweils Silber © getty

Nach der starken Qualifikation hält sich die Bronze-Gewinnerin von Peking mit Kampfansagen an Weltrekordlerin Spotakova zurück.

Barcelona - Vor zwei Jahren rettete Christina Obergföll den Deutschen Leichtathletik-Verband mit Olympiabronze in Peking vor der totalen Medaillenpleite.

Am Donnerstag will die zweimalige Vize-Weltmeisterin im Speerwurf ihr viertes internationales Edelmetall gewinnen, und den DLV nach den enttäuschenden Auftritten der Werfer den ersten Podestplatz bescheren.

"Eine Medaille ist nach wie vor das Ziel. Es ist nicht so, dass ich nach meinen 65,05 m in der Qualifikation aus dem Häuschen bin", sagte die 29 Jahre alte Offenburgerin (Alle Leichtathletik-News).

Nur Spotakova besser

Nach dem schwachen Abschneiden der Kugelstoßerinnen (Platz 6 bis 8), dem überraschenden Scheitern von Markus Esser in der Hammerwurf-Qualifikation und Platz 8 von Nadine Müller beim Diskus, soll Obergföll die Werfersparte zu dem erwarteten Glanz führen.

Und die Aussichten auf eine Medaille sind gut.

In Runde eins wurde sie nur von Tschechiens Weltrekordlerin und Olympiasiegerin Barbora Spotakova (65,56) übertroffen.

Konzentration auf sich selbst

Christina Obergföll führt ihre offenbar gute Verfassung darauf zurück, "dass ich bis auf ein, zwei Wehwehchen in letzter Zeit verletzungsfrei war und gut trainieren konnte", aber auch darauf, "dass ich mich nicht wie im letzten Jahr auf andere konzentriere, sondern vor allem auf mich".

Nicht nur bei der WM 2009 (Fünfte) hatte sie ihre Leverkusener Rivalin Steffi Nerius irritiert, die in Berlin Weltmeisterin wurde und ihre Karriere dann beendete (der DLV-Kader für die WM).

"Im letzten einen auspacken"

Dass ihr Freund Boris Henry, zweimal WM-Dritter mit dem Speer, nun das Sagen hat, dementiert die 28-Jährige: "Mein Trainer und Manager Werner Daniels hat nach wie vor das Zepter in der Hand. Aber natürlich unterstützt mich Boris."

Im Finale am Donnerstag hofft die Lehramtskandidatin, "dass ich wie in der Qualifikation gleich einen raushauen kann. Das gibt Sicherheit, dann kann ich im zweiten Durchgang alles geben. Aber ich kann auch im sechsten Versuch nochmal einen auspacken."

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