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Silke Spiegelburg brach 2005 in Münster mit 4,48 m Issinbajewas Junioren-Weltrekord © getty

Beim Weltklasse-Meeting in Zürich greift Silke Spiegelburg als einzige Deutsche nach dem Diamanten. Tyson Gay sagt die 200 m ab.

Zürich - Die schnellsten Männer der Welt treten nicht zum Kräftemessen an, für viele andere Leichtathletik-Stars ist es dagegen das Highlight der Saison: Beim traditionsreichen Weltklasse-Meeting in Zürich kommt es am Donnerstag zum ersten großen Zahltag der neu geschaffenen Diamond League.

Auch ohne den 100-m-Sprint der Männer als Königsdisziplin will der Letzigrund seinem Ruf als Leichtathletik-Mekka wieder gerecht werden.

Nachdem der 100-m-Showdown als jahrzehtelanges Highlight der Veranstaltung dem neuen Konzept der Diamond League bereits zum Opfer fiel, muss das Publikum auch auf die erhofften 200-m-Starts der Sprintstars Usain Bolt und Tyson Gay verzichten.

"Knieschmerzen bei Kurvenläufen"

Während Jamaikas Weltrekordhalter, Olympiasieger und Weltmeister Bolt seine Saison aus gesundheitlichen Gründen vergangene Woche beendete, wird Gay als Jahresweltbester nur in der US-Staffel antreten.

"Ich habe seit dem Meeting in Monaco Knieschmerzen bei Kurvenläufen", sagte Gay, der am Dienstag im Züricher Hauptbahnhof einen PR-Auftritt an der Seite des deutschen Ex-Weltrekordlers und Olympiasiegers Armin Hary hatte.

Der Saarländer war vor 50 Jahren in Zürich als erster Mensch 10,0 Sekunden gelaufen und wird im Rahmen der Veranstaltung am Donnerstagabend geehrt.

Außenseiterchancen für Spiegelburg

Die aktuellen deutschen Asse werden bei der Preisvergabe im Letzigrund dagegen größtenteils nur Zuschauer sein.

Lediglich Stabhochspringerin Silke Spiegelburg (Leverkusen) hat noch Außenseiterchancen auf die Diamanten-Trophäe und die damit verbundene Siegprämie von 40.000 Euro.

Allerdings muss die 24-jährige Vize-Europameisterin dafür die Konkurrenz gewinnen und zugleich hoffen, dass die in der Rangliste führende Weltmeisterin Fabiana Murer aus Brasilien nicht punktet.

Reif fordert Amerikas Stars

Auch wenn die Diamanten für alle anderen deutschen Starter außer Reichweite sind, wollen zahlreiche EM-Medaillengewinner von Barcelona zwei Wochen vor dem Continental-Cup als abschließendem Saisonhöhepunkt ihre Form noch einmal testen.

Über 100 m will Europameisterin Verena Sailer (Mannheim) nach ihrem Vorlauf-Aus von London in der vorigen Woche zeigen, dass sie sich auch in einem Weltklasse-Feld behaupten kann.

Bei den Männern fordert Weitsprung-Europameister Christian Reif (Ludwigshafen) unter anderem Weltmeister Dwight Phillips (USA) und Olympiasieger Irving Saladino (Panama) heraus.

Weitere aussichtsreiche deutsche Starter sind über 100 m Hürden die EM-Dritte Carolin Nytra (Bremen), im Speerwurf Europameisterin Linda Stahl (Leverkusen) und die EM-Zweite Christina Obergföll (Offenburg) sowie im Diskuswurf Weltmeister und Vize-Europameister Robert Harting (Berlin).

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