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Robert Harting gewann bei der WM 2009 Gold im Diskuswerfen © getty

Beim Diamond-League-Meeting in Zürich hat Harting Malachowski "endlich mal wieder geschlagen". Auch Obergföll siegt überlegen.

Zürich - Zwei Siege, vier weitere Podiumsplätze und zahlreiche Top-Resultate:

Eine starke DLV-Riege hat beim Leichtathletik-Diamond-League-Meeting in Zürich aufgetrumpft und knapp drei Wochen nach den erfolgreichen Europameisterschaften den DLV auch auf Weltklasse-Niveau glänzend vertreten.

Diskus-Weltmeister Robert Harting und Speerwerferin Christina Obergföll bescherten dem DLV beim vorletzten Event der 14 Veranstaltungen umfassenden Serie die ersten Erfolge seit neun Stationen.

Weitere Podestplätze holten Weitsprung-Europameister Christian Reif (Ludwigshafen) und Hürdensprinterin Carolin Nytra (Bremen) jeweils als Zweite sowie mit ihren dritten Plätzen Speerwurf-Europameisterin Linda Stahl (Leverkusen) und Stabhochspringerin Silke Spiegelburg (Leverkusen).

Über 100 m war Europameisterin Verena Sailer (Mannheim) indes chancenlos.

Harting ist zufrieden

Zweieinhalb Wochen nach seinem EM-Silber von Barcelona war der Triumph über Europameister Piotr für Harting ein besonders süßer Erfolg.

"Das ist echte eine Genugtuung. Ich habe mich an Malachowskis Leistung aufgepushed und ihn endlich mal wieder geschlagen", sagte der 25-Jährige nach seinem Siegwurf auf 68,64 m.

Unmittelbar vor Hartings bester Weite hatte Malachowski im fünften Versuch 68,48 m vorgelegt.

"Das hat mich zusätzlich motiviert, denn ich wusste, dass ich weiter werfen kann", so der gebürtige Cottbuser, der sich seinem Erzrivaklen bei der EM noch um 40 Zentimeter geschlagen geben musste.

Gesamtsieg für Malachowski

Der Gesamtsieg in der Diamond-League-Wertung, der mit 40.000 Dollar sowie einer edlen Diamanten-Trophäe dotiert ist, war dem Polen allerdings nicht mehr zu nehmen.

Harting wurde Gesamt-Vierter.

Christina Obergföll steigerte ihre Jahresbestleistung auf 67,31 m und verwies Weltrekordlerin Barbora Spotakowa aus Tschechien (65,34) auf Platz zwei.

Dritte wurde Europameisterin Linda Stahl aus Leverkusen mit 63,30 m.

Nytra mit Spitzenzeit

"Es war schon immer ein Traum von mir, in Zürich zu werfen. Und jetzt gewonnen zu haben, ist einfach großartig. Das war noch einmal eine tolle Weite, wie ich sie mir gewünscht habe", sagte Obergföll.

Über 100 m Hürden erzielte Carolin Nytra in 12,69 Sekunden zum wiederholten Mal in dieser Saison eine Spitzenzeit und musste sich nur Vize-Weltmeisterin Priscilla Lopes-Schliep aus Kanada geschlagen geben.

Derweil lag Christian Reif als Zweiter im Weitsprung mit 8,11 m neun Zentimeter hinter Weltmeister Dwight Phillips aus den USA (8,20).

Sailer nur Siebte

Im Stabhochsprung blieb Silke Spiegelburg mit 4,61 m zwar wie schon bei ihrem EM-Silber von Barcelona unter ihrer Saisonbestleistung (4,71), schaffte aber dennoch den Sprung aufs Podest.

Den Sieg holte sich die Brasilianerin Fabiana Murer mit 4, 81 m.

Verena Sailer wurde dagegen in 11,25 Sekunden Siebte.

Wariner mit Jahres-Weltbestleistung

Den Sieg holte sich Ex-Weltmeisterin Veronica Campbell-Brown aus Jamaika in starken 10,89 Sekunden von der zeitgleichen US-Amerikanerin Carmelita Jeter, die sich aber den Gesamtsieg sicherte.

Für ein weiteres Top-Resultat sorgte 400-m-Dominator Jeremy Wariner aus den USA, der in 44,13 Sekunden eine Jahres-Weltbestleistung über die Stadionrunde lief.

In 17 Disziplinen werden die Gesamtsieger beim abschließenden Diamond-League-Meeting am Freitag kommender Woche (27. August) in Brüssel ermittelt.

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