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Tyson Gay wurde 2007 Weltmeister über 100 m, 200 m und in der 4x100 m-Staffel © getty

Der Sprintstar untermauert beim Diamond-League-Finale seine Vormachtstellung. Stabhochspringer Mohr feiert einen Prestige-Erfolg.

Brüssel - Zum Abschluss der Diamond League hat US-Sprintstar Tyson Gay nochmals für ein Glanzlicht der Leichtathletik-Saison gesorgt.

Während der ehemalige Dreifach-Weltmeister im 100-m-Rennen von Brüssel in 9,79 Sekunden nur eine Hundertstel über seiner Jahres-Weltbestzeit blieb, bot der Münchner Malte Mohr mit dem Sieg im Stabhochsprung das Top-Resultat aus deutscher Sicht.

Mit 5,85 m steigerte der Hallen-Vizeweltmeister seine persönliche Bestleistung um fünf Zentimeter.

Gay untermauert Vormachtstellung

Bei widrigen Bedingungen mit Regen, Wind und kühlen Temperaturen trumpfte Gay zwei Wochen nach seiner Saison-Bestmarke von London noch eimal auf.

Vor 47.000 Zuschauern krönte sich der 28-Jährige endgültig zum besten Sprinter des Jahres, nachdem er vor drei Wochen Jamaikas Dreifach-Olympiasieger und -Weltrekordler Usain Bolt in Stockholm die erste Niederlage nach 34 Siegen in Serie zugefügt hatte.

In Abwesenheit des 23 Jahre alten Superstars, der seine Saison bereits beendet hat, belegten Nesta Carter (9,85) Yohan Blake (9,91) in Brüssel die Podiumsplätze hinter Gay.

Mohr schlägt den Europameister

Mohr leistete indes Wiedergutmachung für seinen enttäuschenden Auftritt bei der EM in Barcelona, wo er in der Qualifikation gescheitert war.

In Brüssel meisterte er die 5,85 m im dritten Versuch und verwies damit Europameister Renaud Lavillenie aus Frankreich (5,80) auf Platz zwei.

Semenya kassiert Niederlage

Derweil kassierte 800-m-Weltmeisterin Caster Semenya bei ihrer Rückkehr auf die ganz große Leichtathletik-Bühne die erwartete Niederlage.

Die Südafrikanerin, die wegen der ungeklärten Frage ihres Geschlechts nach dem Gewinn des WM-Titels in Berlin eine fast einjährige Pause einlegen musste, wurde in 1:59,65 Minuten Dritte. Der Sieg ging an die Kenianerin Janeth Jepkosgei (1:58.82) vor der Russin Maria Sawinowa (1:59.49).

Der Leichtathletik-Weltverband IAAF hatte Anfang Juli entschieden, dass Semenya weiter als Frau starten darf. Seitdem nahm die 19-Jährige an drei Wettkämpfen teil und gewann alle Rennen.

Beim Istaf in Berlin war sie am vergangenen Wochenende zum ersten Mal nach ihrem Comeback unter zwei Minuten (1:59,90) geblieben. Weltmeisterin war sie im Vorjahr an gleicher Stätte in 1: 55,45 Minuten geworden.

Platz drei für de Zordo

Für einen weiteren Podestplatz eines DLV-Athleten sorgte Vize-Europameister Matthias de Zordo (Saarbrücken) im Speerwerfen.

Der 22-Jährige belegte mit 82,39 m Platz drei und musste sich nur Norwegens Olympiasieger, Welt- und Europameister Andreas Thorkildsen, der mit 89,88 m siegte, sowie dem zweitplatzierten Finnen Tero Pitkämäki (83,36) geschlagen geben.

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