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Malte Mohr scheiterte bei der EM in Barcelona bereits im Vorkampf © getty

Zum Ende der Saison packt Stabhochspringer Malte Mohr seinen besten Sprung aus. Tyson Gay sprintet zu einer neuerlichen Top-Zeit.

Brüssel - Am Ende einer schwierigen Saison durfte Malte Mohr doch noch mal ausgiebig jubeln.

Vier Wochen nach dem enttäuschenden Aus in der Qualifikation der Leichtathletik-EM in Barcelona holte sich der Stabhochspringer aus München den Sieg beim Diamond-League-Finale in Brüssel.

Auch wenn er den Gesamterfolg der Meetingserie und das damit verbundene Preisgeld von 40.000 Dollar Frankreichs Europameister Renaud Lavillenie überlassen musste, war der Hallen-Vizeweltmeister mit seinen persönlichen Bestleistung von 5,85 m richtig glücklich.

Schwierige Bedingungen

"Das ist ein schönes Ergebnis, über das ich mich sehr freue. Nach den Problemen in den vergangenen Wochen und angesichts der schwierigen äußeren Bedingungen bin ich echt happy", sagte Mohr.

Regen, Wind und niedrige Temperaturen hatten den Wettkampf zusätzlich erschwert, hinzu kamen die technischen Schwierigkeiten, die den 24-Jährigen schon seit längerem verfolgen.

"Ich bin froh, dass es trotzdem mit der Bestleistung geklappt hat", sagte der deutsche Meister.

Anfängliche Probleme

Dabei lief es für Mohr anfangs alles andere als rund. Sowohl seine Einstiegshöhe von 5,45 m als auch die anschließenden 5,65 m, an denen er in Barcelona dreimal gescheitert war, meisterte er erst im zweiten Versuch.

Bei 5,75 m stand er sogar vor dem Aus, ehe er die Latte im dritten Versuch doch noch überquerte.

"Anfänglich war der Boden noch nass vom Regen, später wurde es immer kälter - das war nicht gerade ideal", meinte Mohr. Doch er kämpfte und schaffte schließlich auch 5,85 m mit dem letzten Versuch.

Schulze Vierter

Für den Sieg in der Disziplin-Wertung reichte es dennoch nicht, den holte Lavillenie, der mit 5,80 m Zweiter wurde.

Auf den dritten Platz kam mit 5,65 m Olympiasieger Steven Hooker, mit der gleichen Höhe Vierter wurde Mohrs Münchner Vereinskollege Fabian Schulze.

De Zordo wieder auf Podest

Einen weiteren Podestplatz für den DLV holte Speerwerfer Matthias de Zordo.

Vier Wochen nach seinem überraschenden EM-Silber wurde der 22-Jährige aus Saarbrücken mit 82,39 m Dritter hinter Seriensieger Andreas Thorkildsen (Norwegen/89,88) und dem Finnen Tero Pitkämäki (83,36).

Vor allem seine Konstanz in den Wettkämpfen nach Barcelona stellte de Zordo zufrieden: "Ich weiß jetzt, dass ich konstant vorne mitwerfen kann."

Gay ärgert sich dennoch

Für das Glanzlicht des Abends hatte zuvor US-Sprintstar Tyson Gay gesorgt.

Der ehemalige Dreifach-Weltmeister blieb im 100-m-Rennen von Brüssel in 9,79 Sekunden nur eine Hundertstel über seiner Jahres-Weltbestzeit, die er vor zwei Wochen in London aufgestellt hatte.

Er war aber dennoch nicht ganz zufrieden: "Ich denke Jahr für Jahr, dass auf dieser schnellen Bahn in Brüssel mehr drin sein müsste. Aber diesmal hat mein schlechter Start eine noch bessere Zeit verhindert."

Bolt fehlt in Brüssel

Vor 47.000 Zuschauern krönte sich Gay dennoch zum besten Sprinter des Jahres, nachdem er vor drei Wochen schon Jamaikas Dreifach-Olympiasieger und -Weltrekordler Usain Bolt in Stockholm die erste Niederlage nach 34 Siegen in Serie zugefügt hatte.

In Abwesenheit des 23 Jahre alten Superstars, der seine Saison bereits beendet hat, belegten Nesta Carter (9,85) und Yohan Blake in (9,91) in Brüssel die Podiumsplätze hinter Gay.

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