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David Rudisha wurde im Jahr 2008 Afrikameister und Jugend-Weltmeister © getty

Nur eine Woche nach seinem Weltrekord beim Berliner ISTAF legt der Kenianer nach. In Rieti läuft Rudisha noch einmal schneller.

Rom - David Rudisha läuft in seiner eigenen Welt. Nur eine Woche nach seinem Fabellauf beim Istaf in Berlin hat der Kenianer den nächsten Weltrekord über 800 m aufgestellt.

Bei einem Leichtathletik-Meeting in Rieti in Italien lief der 21-Jährige in 1:41,01 Minuten in die Geschichtsbücher und blieb gleich acht Hundertstelsekunden unter seiner Berliner Bestmarke.

In der deutschen Hauptstadt hatte Rudisha in 1:41,09 Minuten den zuvor 13 Jahre alten Weltrekord seines früheren Landsmannes Wilson Kipketer (Dänemark) ausgelöscht. Dieser war die Bestzeit seinerzeit in Köln gelaufen.

Olympia in Peking ohne Rudisha

Rudisha, 1,88 m großer Afrikameister aus dem Rift Valley, dem Tal der Läufer, war 2006 kometenhaft aufgestiegen. Im Alter von 17 Jahren war er damals schon in der Klasse der Athleten bis 19 in Peking Junioren-Weltmeister geworden.

Ein Jahr später schien er nach Siegen in Zürich und Brüssel schon reif für ganz große Dinge.

Doch bei Olympia in Peking 2008 fehlte er, dann patzte er 2009 nach seinem Kontinent-Rekord (1:42:01 Minuten) und Gold bei den Afrika-Spielen im Berliner WM-Halbfinale.

Zum Trost siegte Rudisha dann zum Saisonende beim Weltfinale in Saloniki.

Den Vater als Vorbild

Doch 2010 ist nun das Jahr des David Rudisha, der am 10. Juli in 1:41,51 Minuten im belgischen Heusden-Zolder als vierter Läufer nach Wilson Kipketer, Sebastian Coe und Joaquim Cruz die 1:42-Minuten-Marke knackte.

Drei Wochen später wurde er in Nairobi erneut Afrikameister. In 14 Rennen ist er seit dem 30. August vergangenen Jahres ungeschlagen und irgendwie sind seine Weltrekordläufe in Berlin und Rieti auch die logische Folge dieses Niveausprungs.

Schon als kleiner Junge wollte David Rudisha seinem Vater Daniel nacheifern, der bei den Olympischen Spielen 1968 die Silbermedaille mit der kenianischen 4x-400-Meter-Staffel gewonnen hatte. Nun steht der Papa schon im Schatten von David, der zum Goliath wurde.

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