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Betty Heidler gewann bei der EM in Barcelona Gold im Hammerwurf © getty

Beim Continental-Cup treffen die Stars zum letzten Mal aufeinander. Ein Publikumsmagnet soll für eine gelungene Premiere sorgen.

München - Das kroatische Split erlebt am Wochenende die Premiere des Continental-Cups der Leichtathleten.

Das mit drei Millionen Dollar dotierte Saisonfinale wird auch für sieben deutsche Asse, darunter vier Europameister, zum letzten großen Zahltag des Jahres.

333 Athleten kämpfen in 36 Disziplinen um jeweils 30.000 Dollar Siegprämie und darüber hinaus um fast zwei Millionen weiteres Preisgeld.

"Mein Ziel ist es einfach, weit zu werfen und zu gewinnen", sagt Betty Heidler.

Barcelona-Helden bauen ab

Gleiche Erfolgsaussichten teilen nicht alle der vier deutschen Barcelona-Sieger.

Weitspringer Christian Reif war zuletzt ein Stück von der Hochform des frühen August (8,47 m) entfernt. Ähnlich Speerwerferin Linda Stahl und Verena Sailer, die Überraschungssiegerin von Barcelona über 100 m.

Harting muss unters Messer

"Split ist mein letzter Start der Saison, danach gehts unters Messer. Und nächstes Jahr werde ich noch besser", sagt Diskus-Weltmeister Robert Harting, der sich direkt danach Krampfadern an beiden Beinen entfernen lassen will.

Noch einmal voll zulangen will Matthias de Zordo, dem 15.000 Euro winken, wenn er wie bei der EM überraschend Zweiter wird. Letzte im Bunde der sieben DLV-Athleten ist Stabhochspringerin Lisa Ryzih.

Würde sie wie bei der EM Bronze holen, wären das 10.000 Dollar. Darüber hinaus gibt es Preisgelder bis Platz acht (1000 Dollar).

Historischer Ort Split

Vor 20 Jahren endete in Split eine Ära, als bei der EM 1990 zum letzten Mal deutsche Leichtathleten bei einem internationalen Wettstreit getrennt auf Medaillenjagd gingen.

Nun schlägt die Leichtathletik in der kroatischen Hafenstadt beim Continental-Cup ein neues Kapitel auf.

Ersatz für früheren Weltcup

Der Vergleich zwischen den Kontinentauswahlen von Afrika, Amerika, Asien/Ozeanien und Europa ist die Nachfolge-Veranstaltung des früheren Weltcups, der von Düsseldorf 1977 bis Athen 2006 ausgetragen wurde.

Vor vier Jahren starteten in der griechischen Hauptstadt noch fünf Erdteil-Teams mit je einem Athleten in der breiten Disziplin-Palette.

Hinzu kamen die beiden stärksten Mannschaften des Europacups sowie die USA als schlagkräftigstes nationales Team der übrigen Welt. Diesmal gehen je zwei Teilnehmer der vier Mannschaften an den Start.

Gay startet nur in der Staffel

Afrikas Auswahl wird angeführt vom neuen 800-m-Weltrekordler David Rudisha, der die Bestmarke am 22. August in Berlin erst auf 1:41,09 und eine Woche später im italienischen Rieti auf 1:41,01 verbesserte.

Das Amerika-Team ist gespickt mit Stars aus den Bereichen Sprint und Sprung, auch wenn Tyson Gay (USA) nach seinem Fehlen bei den USA-Titelkämpfen nur für die Staffel berücksichtigt wurde.

In der Asien/Ozeanien-Auswahl steht Steven Hooker, Australiens Olympiasieger und Weltmeister im Stabhochsprung.

Publikumsmagnet Vlasic

Für den weiblichen Star der Europa-Mannschaft steht der neue Cup unter einem ganz besonderen Stern: Hochsprung-Weltmeisterin Blanka Vlasic, die bei allen Starts in der Diamond League siegte, will ihre Erfolgsserie in ihrer Heimatstadt nicht abreißen lassen.

Als Publikumsmagnet wird allein schon sie verhindern, dass die Premiere vor leeren Tribünen stattfindet.

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