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David Storl war bis Dezember durch Pfeiffersches Drüsenfieber außer Gefecht gesetzt © imago

Bereits an Tag eins der Hallen-DM in Leipzig wissen die Athleten zu überzeugen. David Storl überrascht sich sogar selbst.

Leipzig - Zwei Weltjahresbestleistungen und eine Reihe weiterer starker Resultate: Am ersten Tag der Hallen-DM in Leipzig zeigte sich die deutsche Elite bereits in Hochform.

Vor allem Geherin Sabine Krantz und Kugelstoßer David Storl überraschten bei ihren Comebacks mit sehr guten Leistungen nicht nur die Konkurrenz, sondern auch sich selbst.

"Beim ersten Stoß hatte ich noch richtig weiche Knie. Ich bin absolut erstaunt, wie gut es danach lief", sagte das Riesentalent Storl.

Auch Krantz wusste zu überzeugen, gewann nach ihrer Babypause den ersten Titel im 3000-m-Bahngehen in 12:18,12 Minuten und distanzierte dabei Dauerrivalin Melanie Seeger (12:31,43).

"Dafür dass ich erst seit zwei Monaten wieder gehe, war es ein super Gefühl", sagte die Siegerin, die durch den Erfolg an die Spitze der Weltrangliste kletterte.

Schwanitz als Nr. 1 nach Paris

Im Kugelstoßen steigerte sich Christina Schwanitz auf 18,87 m und fährt nach derzeitiger Situation als Nummer eins der Welt zur Hallen-EM in Paris (4. bis 6. März).

Für die 25-Jährige war es der erste Hallen-Titel.

Bartels "im Kopf zu fest"

Und in der Männer-Konkurrenz gelang eben Junioren-Weltrekordler David Storl ein Traum-Comeback.

Der 20-Jährige aus Chemnitz, den bis Dezember Pfeiffersches Drüsenfieber außer Gefecht gesetzt hatte, schlug beim Saisoneinstand mit 20,70 m erstmals bei Titelkämpfen den EM-Dritten und Serienmeister Ralf Bartels (20,68).

Bartels, mit 20,91 m Europas Jahresbester, zeigte sich danach enttäuscht: "Körperlich stimmt alles, aber irgendwie will ich es zu gut machen und bin deshalb im Kopf zu fest."

Titel im Schongang

Im Stabhochsprung verteidigte Malte Mohr seinen Titel im Schongang.

Dem Hallen-Vize-Weltmeister, in dieser Saison mit 5,86 m Nummer drei in der Welt, reichten im ersten Versuch übersprungene 5, 65 m zum Sieg. Zweiter wurde Altmeister Tim Lobinger (5,60).

Hallen-Europarekordler Sebastian Bayer kam beim Weitsprung-Sieg in Abwesenheit von Europameister Christian Reif mit 8,02 m erstmals in dieser Saison über acht Meter.

Im Dreisprung verfehlte die Jenaerin Katja Demut ihre Weltjahresbestmarke mit 14,20 m um 27 Zentimeter.

Sailer siegt, Blum mit EM-Norm

Der 60-m-Sprint war eine klare Sache für Verena Sailer. Die Europameisterin siegte in 7,28 Sekunden, nachdem sie im Halbfinale 7,25 gesprintet war.

Bei den Männern erfüllte der Wattenscheider Christian Blum in 6,63 Sekunden die EM-Norm.

Team-Kollege Alexander Kosenkow und Tobias Unger traten nach dem Halbfinale nicht mehr zum Endlauf an.

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