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Alemayehu Bezabeh wurde am 1. Januar 1986 in Addis Abbeba geboren © getty

Spaniens Leichtathletik-Verband spricht den in der Operation Windhund verhafteten Bezabeh frei - "aus Mangel an Beweisen".

Von Martin Hoffmann

München - Spaniens Sportjustiz macht nach dem Fall Contador mit dem nächsten verblüffend anmutendem Doping-Urteil auf sich aufmerksam.

Der nationale Leichtathletik-Verband RFEA hat den früheren Cross-Europameister Alemayuh Bezabeh im Zuge der neuen Fuentes-Affäre überraschend freigesprochen.

Überraschend deshalb, weil der gebürtige Äthiopier im vergangenen Dezember bei der "Operacion Galgo" ("Operation Windhund") praktisch auf frischer Tat ertappt wurde.

Der 25-Jährige war mit einem Beutel voll Eigenblut bei Alberto Leon aufgegriffen worden, einem Gehilfen des Sportmediziners Eufemiano Fuentes - Leon hat inzwischen Selbstmord begangen.

(Auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1)

"Mangel an Beweisen"

Bezabeh behauptet öffentlich, dass ihm das Blut, nicht für eine illegale Transfusion, sondern zu "Testzwecken" entnommen wurde - soll laut Medienberichten aber gegenüber Verbandspräsident Jose Maria Odriozola geständig gewesen sein.

Der Verband sprach Bezabeh dennoch frei - einerseits aus "Mangel an Beweisen" und andererseits weil "die spanische Sportgesetzgebung einen schlichten Versuch des Dopings nicht als Vergehen betrachtet", wie es in spanischen Medien heißt.

Der RFEA hat den Freispruch aus Datenschutzgründen nicht offiziell bestätigt oder dementiert, der Weltverband IAAF kann den Fall noch aufrollen, wenn er mit dem Spruch nicht übereinstimmt.

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