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Matthias de Zordos persönliche Bestweite liegt seit der EM 2010 bei 87,81 m © getty

Die Diamond-League-Serie startet im Wüstenstaat Katar - ohne die Stars der Szene. Beim Auftakt sind nur wenige deutsche Starter dabei.

Doha - Das Millionenspiel Diamond League startet am Freitag (ab 18.35 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+) unter der sengenden Sonne Katars. Einige Topstars steigen erst später in die mit acht Millionen US-Dollar (5,4 Mio. Euro) dotierte Premium-Serie der Leichtathleten ein.

Am 26. Mai in Rom will Jamaikas Supersprinter Usain Bolt bei der dritten Station Akzente setzen. Ebenso Kenias 800-m-Weltrekordler David Rudisha, der für Doha kurzfristig verletzt ausfiel.

Aus Deutschland hat sich nur eine Handvoll Athleten auf den weiten Weg in das knapp 40 Grad heiße Emirat gemacht (Auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1).

Stabhochspringer Malte Mohr darf sich dabei auf ein weiteres Duell mit dem französischen Sechs-Meter-Springer Renaud Lavillenie freuen.

Zordo trifft auf Weltelite

Der deutsche Hallen-Vizeweltmeister von der LG München ist in Doha ebenso am Start wie sein Vereinskollege Fabian Schulze und Speerwurf-Vizeeuropameister Matthias de Zordo.

Der 23-Jährige aus Saarbrücken trifft auf die versammelte Weltelite, angeführt von Norwegens Olympiasieger und Weltmeister Andreas Thorkildsen.

Rudisha, Welt-Leichtathlet 2010, hatte wegen einer Sehnenscheidenentzündung am linken Fuß abgesagt.

Olympiasieger und Weltmeister

"Ich bin sehr enttäuscht, dass ich nicht laufen kann. Ich habe bei diesem Meeting in den letzten vier Jahren meine Sommersaison eröffnet", sagte der 22-Jährige.

Rudisha, der im Vorjahr in Berlin (1:41,09 Minuten) und im italienischen Rieti (1:41,01) Weltrekorde aufgestellt hatte, lief im März beim Freiluft-Meeting im australischen Melbourne schon beachtliche 1:43,88 Minuten.

Trotz der Absage von Rudisha werden immer noch ein knappes Dutzend Olympiasieger oder Weltmeister in Doha um die ersten Punkte um den Gesamtsieg in ihrer Disziplin antreten.

16 Disziplinen am Start

Doch weder die beiden US-Kugelstoßer Chris Cantwell und Reese Hoffa noch der französische Dreisprung-Hallenweltmeister Teddy Tamgho oder Diskus-Olympiasieger Gerd Kanter aus Estland können den Glanz eines Bolts oder der russischen Stabhochsprung-Queen Jelena Issinbajewa verbreiten.

Für ein bisschen Glamour könnten zumindest die US-Sprinter Allyson Felix und Walter Dix sorgen.

Inklusive der Etats der 14 Meetings, bei denen mit Ausnahme von London immer jeweils 16 Disziplinen auf dem Programm stehen, hat der 2010 eingeführte Nachfolger der Golden League auch in diesem Jahr ein Volumen von 50 Millionen Dollar (33,75 Mio. Euro).

Gesamtsieg nach Punkten

Wie in der ersten Saison erhalten Gesamtsieger der 32 Disziplinen jeweils 40.000 Euro und einen wertvollen Pokal, bestückt mit einem vierkarätigen Diamanten.

Sie werden erneut nach einem Punktsystem ermittelt (Plätze 1 bis 3) und stehen am 8. September in Zürich bzw. 16. September in Brüssel fest. Erstmals werden Gesamtsieger der Männer und Frauen gekürt.

Bei jedem Meeting fließen 2011 jeweils 480.000 Dollar (324.000 Euro) an die besten Athleten.

Die Diamond-League-Termine 2011:

6. Mai: Doha (Katar), 15. Mai: Schanghai (China), 26. Mai: Rom (Italien), 4. Juni: Eugene (USA), 9. Juni: Oslo (Norwegen), 11. Juni: New York (USA), 30. Juni: Lausanne (Schweiz), 8. Juli: Paris (Frankreich), 10. Juli: Birmingham (Großbritannien), 22. Juli: Monaco (Monte Carlo), 29. Juli: Stockholm (Schweden), 5./6. August: London (Großbritannien), 8. September: Zürich (Schweiz), 16. September: Brüssel (Belgien)

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